Textschnipsel Nr. 3: Vier Pfoten am Strand

Gestern ein Sneak Peek, heute ein neuer Textschnipsel – man merkt, dass alles auf die neuen Frühjahrs-Neuerscheinungen aus meiner Feder zu rennt. Ihr sollt ja schon mal ein bisschen neugierig auf die nächsten Bücher werden. Gerade bei Vier Pfoten am Strand bin ich schon sehr gespannt, wie das Buch euch gefallen wird. Meine Lektorin im MIRA Taschenbuch Verlag behauptet, es sei das bisher beste, das sie von mir gelesen hätte (ohne die anderen negieren zu wollen): komplex, romantisch, ein bisschen prickelnd und mit ganz viel Charakterentwicklung sowohl bei den Menschen als auch bei der Fellnase mit dem schönen und bezeichnenden Namen Boss.

Vergangene Woche habe ich auf Facebook gefragt, was ich meinen Leserinnen anlässlich meines Geburtstags (vergangenen Samstag) Schönes schenken könnte, und da kamen natürlich ganz viele Vorschläge, von denen die meisten in Richtung weitere Bücher gingen. Mein lieber und sehr geschätzter Autorenkollege Thomas Jeier (auch bekannt unter seinem Pseudonym Christopher Ross) schlug (wie ich ihn kenne vermutlich nicht ganz ernst gemeint) einen heißen Textschnipsel vor.

Na gut, dachte ich mir, das kannst  du haben. Deshalb gibt es heute einen … nun zumindest in Ansätzen heißen Textschnipsel. In Anbetracht der Tatsache, dass ggf. auch jüngere LeserInnen hier im Blog mitlesen, beschränke ich mich auf den ersten Teil der Szene.

Bei der Gelegenheit weise ich sicherheitshalber noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass diese Szene noch weitergeht, und ja, sie beschreibt geschmackvoll aber ausführlich, was zwei Erwachsene Schönes miteinander anstellen können. Nur für den Fall, dass darüber noch Zweifel bestehen, weil auf meinen Buchcovern halt immer bloß süße Hunde abgebildet sind. Die Romane sind nichts für LeserInnen unter … sagen wir mal 14 Jahren. Punkt. Basta. ;-)

Und jetzt viel Vergnügen mit den neuesten Textschnipsel!

Banner Textschnipsel Vier Pfoten am Strand

 

»Nach oben?« Seine Stimme war nur ein heiseres Raunen, als sein Mund über ihr Kinn und ihren Hals bis zu ihrem Schlüsselbein hinab wanderte. Auf ihr Nicken hin nahm er sie erneut bei der Hand und führte sie die Holztreppe hinauf ins Obergeschoss.
Hier oben war sie schon länger nicht mehr gewesen. Als Melanie nach Lichterhaven gezogen war und sich in Sybillas Haus eingerichtet hatte, war Christina häufig hier zu Besuch gewesen. Dann hatten Alex und Melanie das Haus für Feriengäste hergerichtet, und seitdem hatte Christina nur noch selten hereingeschaut. Als sie dicht vor Ben das größere der beiden Schlafzimmer betrat, fiel ihr Blick auf das große Muschelbild, das über dem Kopfende des Doppelbetts hing.
Ben löste sich kurz von ihr, um eine der Nachttischlampen einzuschalten und die helle Deckenbeleuchtung zu löschen. Dann trat er von hinten dicht an Christina heran. »Ein interessantes Kunstwerk.«
Das war es wirklich. Aberhundert Muscheln waren auf einem großen Brett so festgeklebt, das sich mehr oder weniger gewollt eine Herzform ergeben hatte. »Melanie hat es gebastelt, als sie neun oder zehn Jahre alt war.«
»Melanie Messner?« Ben stieß einen anerkennenden Pfiff aus. »Nicht schlecht. Es passt gut hierher.« Sanft drehte er Christina zu sich herum. »Allerdings gilt das für dich im Augenblick noch mehr.« Ohne Vorwarnung verschloss er erneut ihre Lippen mit seinen, fuhr mit der Zungenspitze über ihre Unterlippe, bis sie ihn bereitwillig einließ. Seine vorherige Zurückhaltung schien dahin. Er schob ihr Shirt nach oben unterbrach kurz ihren Kuss und zog es ihr über den Kopf. Im nächsten Augenblick landete es bereits auf dem Boden, dicht gefolgt von ihrem BH.
Seine Hände schlossen sich fest um ihre Brüste. Die Schwielen an seinen Handflächen auf ihrer empfindlichen Haut verursachten ihr eine erregende Gänsehaut. Unzählige Empfindungen durchrieselten sie gleichzeitig.
Ihr Herz hämmerte gegen ihren Brustkorb, und als sich seine Lippen um ihre linke Brustwarze schlossen, schoss ein heißer Strahl der Lust durch sie hindurch. Sie zerrte sein T-Shirt aus dem Bund seiner Jeans und fuhr mit beiden Händen darunter, begierig, seine warme, glatte Haut zu berühren. Sie spürte wie er erregt erschauderte und dann scharf einatmete. Mit einem hastigen Handgriff zog er sich das Kleidungsstück über den Kopf. Als sie jedoch gleich darauf nach dem Knopf seiner Jeans tastete, hielt er sie auf.
»Noch nicht.« Mit einer flinken Bewegung, die sie kaum voraussehen konnte, hob er sie hoch und legte sie auf der bunt gemusterten Tagesdecke ab, die über dem Bett ausgebreitet war. Lächelnd schob er sich neben sie. »Ich habe es nicht eilig.«
Christina hatte Mühe, ihre Ungeduld zu zügeln. Doch sie genoss es, mit welcher Ruhe und Zärtlichkeit Ben jeden Zentimeter ihres Gesichts und ihres Oberkörpers erforschte und mit Küssen bedeckte. Ihre Erregung und Anspannung schien kaum noch zu ertragen, als er sanft mit den Lippen die Haut unterhalb ihrer Brüste berührte. »Hast du das auch auf deinen Reisen gelernt?«, stieß sie hervor und wunderte sich, dass ihre Stimme nicht noch viel mehr schwankte.
Überrascht hielt er für einen Moment inne und sah ihr in die Augen. »Wenn ich ehrlich sein soll, probiere ich gerade etwas vollkommen Neues aus.« Seine dunkle, raue Stimme brachte sie erneut zum Erschauern. »Eigentlich hatte ich vorgehabt, dich so schnell wie möglich und ohne zu zögern mit Haut und Haaren zu verspeisen.« In seine Augen trat neben seine Erregung ein schalkhaftes Funkeln. »Aber das erscheint mir heute nicht richtig zu sein. Ich habe mehr mit dir vor.«
»So, hast du das?« Sie war sich nicht sicher, ob sie diese süße Tortur allzu lange durchhalten würde, ohne den Verstand zu verlieren. Plötzlich fiel ihr siedendheiß ein, dass sie ihre Umhängetasche unten vergessen hatte. »Mist.«
Grinsend hielt er erneut in seinen Liebkosungen inne. »Das war nicht ganz die Reaktion, die ich mir von dir erhofft hatte.«
Sie musste unwillkürlich lachen. »So war es nicht gemeint. Ich habe nur meine Tasche unten liegengelassen.«
»Na und? Die brauchst du in den nächsten Stunden ganz bestimmt nicht.«
Obwohl seine Worte eine erneute Welle der Erregung in ihr auslösten, versuchte sie sich aufzurichten. »Doch. Es sei denn, du hast an die Verhütung gedacht.«
»Wie es der Zufall will, habe ich das tatsächlich.« Er drehte sich ein wenig zur Seite, gerade weit genug, um die oberste Schublade des Nachtschränkchens öffnen zu können. Mit einem Zwinkern entnahm er ihr eine kleine Papiertüte mit dem Aufdruck der örtlichen Drogerie. »Du darfst dich also wieder entspannen.«
Das versuchte sie, doch nun reizte sie der Anblick der Tüte, die er auf dem Kopfkissen abgelegt hatte, erneut zum Lachen. »Jetzt dürfen wir gespannt sein, wer von uns beiden zuerst auf unsere heiße Affäre angesprochen wird. Vermutlich ich, denn Fremden gegenüber lassen die meisten Leute eine gewisse Höflichkeit walten.«
»Warum sollten sie uns ansprechen?«
»Weil in der Drogerie eine ehemalige Klassenkameradin von mir an der Kasse sitzt. Ihre Mutter ist die Filialleiterin. Beide sind eng mit Lieselotte und Elke befreundet. Letztere wissen ja bereits, dass ich auf dem Weg zu einem Date mit dir war, und erstere haben sowohl dich als auch mich beim Kauf von Kondomen gesehen. Das reicht für ein heißes Süppchen aus der Gerüchteküche.«

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Wasserstandsmeldung: Buchprojekte 2017/18 (Stand 30.12.2017)

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Ein Sommer Auszeit um an seinen Skulpturen zu arbeiten, mehr sucht Ben eigentlich nicht in dem kleinen Ort am Meer! Aber dann stolpert ihm der junge Rüde Boss über den Weg und Ben beschließt, ihn bei sich aufzunehmen. Der Hund stellt Bens Leben auf den Kopf und seine Geduld auf eine harte Probe. Niemals wird er es alleine schaffen, ihn zu bändigen. Zum Glück ist da noch Christina. Sie leitet die Hundeschule und scheint genau die Richtige für Boss zu sein. Und vielleicht auch für sein neues Herrchen …

 Cover Vier Pfoten am Strand
Vier Pfoten am Strand
Petra Schier

MIRA Taschenbuch, ca. 336 Seiten
ISBN: 978-3-955767-88-4
9,99 €

Auch als eBook erhältlich.

Erscheint am 3. April 2018

 

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