„Hätten Sie Lust, einen Weihnachtsroman für Rütten & Loening zu schreiben, in dem ein Hund eine große Rolle oder sogar die Hauptrolle spielt?“

Diese Frage stellte mir 2006 mein damaliger Agent und setzte hinzu: „Ich weiß ja, dass Sie Hunde lieben und selbst immer Hundebesitzerin waren. Das würde doch passen. Finden Sie nicht auch?“

Ja, das fand ich auch.

Bei Rütten & Loening waren zuvor schon einige sehr erfolgreiche Katzen-Weihnachtsromane von Andrea Schacht erschienen, und der Verlag war der Ansicht, dass Ähnliches sicher auch mit Hunden möglich sei. Mir gefiel die Idee sehr gut, deshalb sagte ich spontan zu.

Mein Agent hatte dann allerdings noch eine bzw. zwei Bitten, wohl, weil er nicht unmaßgeblich daran beteiligt gewesen war, dass der Verlag auf diese glorreiche Idee kam: „Vor einiger Zeit war ich in Neuseeland“, erzählte er mir. „Dort hatten wir Gastgeber, deren Hund uns auf unseren Ausflügen immer begleitet hat. Das Lustige daran war, dass dieser Hund den Namen Otter trug, weil er ständig in jedes verfügbare Wasser sprang, ob nun Bach, Tümpel, Pfütze oder See. Kein Gewässer war vor ihm sicher. Könnten Sie es einrichten, dass Ihr Weihnachtshund erstens Otter heißt und zweitens wild auf Wasser ist? Alles Übrige überlasse ich natürlich Ihnen.“

Eine Herausforderung! Ich war zwar nicht wenig überrascht, hatte aber recht schnell eine Idee, wie ich diese beiden Punkte in eine Geschichte einflechten konnte. Das Ergebnis war „Ein Weihnachtshund auf Probe“, erschienen 2007 bei Rütten & Loening.

Inzwischen ist einige Zeit ins Land gezogen und ich habe die Rechte an diesem Buch längst wieder vom Verlag zurückerhalten. Damit die Geschichte weiterhin für meine Leserinnen und Leser verfügbar bleibt, habe ich sie mit neuem Cover als Taschenbuch und eBook selbst noch einmal veröffentlicht.

CoverEinWeihnachtshund auf Probe_finalbMit diesem ersten Weihnachtsroman, der sich übrigens „wie warme Semmeln“ verkaufte, war der Grundstein gelegt. Schon kurz nach der Weihnachtssaison 2007 fragte man mich, ob es im Jahr 2008 wieder ein Weihnachtsbuch geben würde. Ich hatte natürlich längst Blut geleckt und sagte wiederum zu.

Seither habe ich bis 2013 jedes Jahr ein romantischer Weihnachtsroman mit Hund in diesem Verlag publiziert. Dabei habe ich mir den Spaß erlaubt, alle Geschichten in derselben (namentlich übrigens nie genannten) Kleinstadt anzusiedeln. Die Protagonisten kennen einander, sind miteinander befreundet oder sogar verwandt. Trotzdem kann man jedes Buch ganz problemlos für sich alleine lesen, ohne etwas zu verpassen oder nicht zu verstehen.

Da in den Büchern auch immer ganz viel Weihnachtsmagie vorkommt und seit 2009 sogar Santa Claus (auch als Weihnachtsmann bekannt) höchstpersönlich sowie seine Frau, die Elfen und auch die Rentiere, nenne ich diese Weihnachtsromanreihe mittlerweile auch die Santa Claus-Reihe.

Es geht also märchenhaft zu und sehr romantisch, aber für Kinder sind die Romane definitiv nichts. Oder sagen wir mal, ab 14 fängt das Lesealter erst an, denn es gibt doch immer mal wieder auch erotische Szenen, wie sie in Liebesromanen eben ab und zu vorkommen.

Übrigens hatten inzwischen auch das Christkind und Petrus kleine Gastauftritte …

Hier die Titel in der Reihenfolge ihres Erscheinens bei Rütten & Loening:

Ein Weihanchtshund auf Probe
Ein Weihnachtsengel auf vier Pfoten
Suche Weihnachtsmann – Biete Hund
Vier Pfoten unterm Weihnachtsbaum
Ein Weihnachtshund für alle Fälle
Der himmlische Weihnachtshund
Vier Pfoten und das Weihnachtsglück

Dann kam das Jahr 2014 und mit ihm eine Weihnachtsbuch-Pause. Ich hatte extrem viel zu schreiben und kein Zeitfenster mehr frei, ganz abgesehen davon, dass ich auch mal eine kleine, kreative Pause benötigte.

Wie das aber nun einmal so ist im Literaturbetrieb: Weggegangen, Platz vergangen.

Auch meinen Agenten habe ich zu dieser Zeit gewechselt, und als ich dann Anfang 2015 bei ihm anfragte, was er von einer Fortführung der Reihe hielte, mussten wir zunächst einmal eine neue Heimat für die Weihnachtsromane suchen. Das ging allerdings ziemlich schnell, denn der MIRA Taschenbuch Verlag war gleich Feuer und Flamme.

Mit dem Verlagswechsel kam dann auch eine sehr deutliche Formatänderung bei den Büchern. Nun sollten es nicht mehr kleine Geschenk-Hardcover mit deutlich weniger als 200 Seiten sein, sondern ausgewachsene Romane ab 300 Seiten als Taschenbücher. Und ab hier sind auch die erotischen Szenen noch einmal etwas mehr bzw. ausführlicher geworden, sehr zum Unwillen einiger weniger Zeitgenossen, wie ich damals bei Erscheinen meines ersten MIRA-Weihnachtsromans bereits hier im Blog berichtet habe. Nebenbei: Ich habe (leider) nie wieder etwas von dem Herrn gehört …

Aber nicht nur die Liebesszenen wurden mehr, auch die Figuren, ihre Charaktere und die gesamte Handlung konnte ich endlich viel ausführlicher beschreiben und mit allem deutlich mehr in die Tiefe gehen. Auch wenn es mehr Arbeit bedeutet, finde ich diese Veränderung richtig schön. Endlich muss ich mich nicht mehr kurz fassen und kann Geschichte und Figuren den Raum geben, den sie brauchen, um sich zu entwickeln.

Der erste Titel, den MIRA verlegte, war Kleines Hundeherz sucht großes Glück.

Cover Kleines Hundeherz sucht großes Glück

Das Buch war gleich sehr erfolgreich, sodass der Verlag auf die Idee kam, dass man doch solche wunderbaren Liebesromane mit Hund nicht nur zu Weihnachten veröffentlichen könne, sondern auch in der warmen Jahreszeit.

Dem stimmte ich voll und ganz zu, und nur ein halbes Jahr später hat mein erster Lichterhaven-Roman Körbchen mit Meerblick das Licht der Welt erblickt. Das ist aber eine andere Geschichte, also zurück zur Santa Claus-Reihe.

Da nun also 2016 ein Sommerroman von mir erschien sowie eine kleine Fortsetzung zum kleinen Hundeherz als eBook mit dem Titel Weihnachtsglück und Hundezauber, wollte der Verlag nicht auch noch einen weiteren Taschenbuch-Roman draufsetzen. Einerseits verständlich, andererseits wollte ich nun aber unbedingt meine Leserinnen und Leser nicht enttäuschen, die jedes Jahr auf ein Weihnachtsbuch von mir warten und schon 2014 leer ausgegangen waren.

Das sollte auf keinen Fall noch einmal passieren, deshalb musste eine andere Lösung her.

 

Mein Agent, nicht dumm, fand hier wieder ganz rasch eine Lösung und brachte mich bei Weltbild unter. Dort war man nämlich auch sehr angetan von der Aussicht auf eine romantische Liebesgeschichte mit fellnasiger Unterstützung.

Cover Vier Pfoten retten WeihnachtenDiesmal war es wieder ein Hardcover mit Schutzumschlag mit dem Titel Vier Pfoten retten Weihnachten. Optisch ganz anders als die MIRA-Bücher, wie ihr seht, inhaltlich aber dann doch sehr wiedererkennbar.

Mit diesem Roman schloss ich übrigens an Vier Pfoten und das Weihnachtsglück an, denn in beiden Büchern spielt die freche Cocker Spaniel-Dame Lulu eine maßgebliche Rolle.

Ein Blick in die (nahe) Zukunft dürfte euch erfreuen …

 

Cover Kleiner Streuner - große Liebe Nun schreiben wir das Jahr 2017 und es dauert nur noch wenige Tage, bis mein zweiter Weihnachtsroman bei MIRA Taschenbuch erscheinen wird. Am 9. Oktober ist es soweit, und ihr dürft die Geschichte von Eva, André und dem zauberhaften Findelhund Socke kennenlernen. Kleiner Streuner – große Liebe wird euch (hoffentlich) sehr ans Herz gehen und euch – in gewohnter Manier in 24 Kapiteln plus einem für den ersten Weihnachtsfeiertag – die Wartezeit auf Weihnachten aufs Romantischste versüßen.

Es ist ein Jubiläumsroman, mein zehnter in elf Jahren. Ein Grund für mich zu feiern und euch dieses Buch wärmstens ans Herz zu legen. Aber selbstverständlich auch die neun, die bereits erschienen sind!

Und damit nicht genug: kommendes Jahr wird es dann sogar zwei (!) Weihnachtsromane von mir geben. Ja, genau, ihr habt richtig gelesen, zwei Bücher parallel. Eines bei MIRA Taschenbuch und eines bei Weltbild. Letzterer Verlag hat nämlich diesen Sommer dringend darum gebeten, in 2018 auch wieder einen Weihnachtsroman von mir veröffentlichen zu dürfen.

Wenn das nicht geballte Weihnachtsromantik ist, weiß ich es auch nicht. Allerdings kann ich zum aktuellen Zeitpunkt noch zu keinem der beiden Bücher Titel oder Cover vorstellen. Das wird noch ein paar Monate dauern, aber ihr könnt sicher sein, dass ihr die Ersten seid, die die Neuigkeiten erfahren werden.

Und noch etwas …

Meine Weihnachtsromane gliedern sich, wie oben bereits erwähnt, alle in genau 24 Kapitel, in der Regel noch mit einem „Nachspiel“ als 25. Kapitel für den ersten Weihnachtsfeiertag. Theoretisch könnte man sie also als Adventskalender lesen. Meines Wissens ist es allerdings noch kaum jemandem gelungen, sich so lange zu beherrschen. Denn natürlich können auch romantische Weihnachtsgeschichten durchaus spannend sein. ;-) Sie eignen sich darüber hinaus auch für Menschen, die nicht ausgesprochene Hundeliebhaber sind, denn das Zwischenmenschliche und die Liebe dominieren die Geschichten durchweg.

Obwohl in den Romanen die Hunde durchaus häufig mit ihren Gedanken “zu Wort” kommen, schreibe ich doch nicht komplett aus ihrer Perspektive, sondern aus der Sicht der Zweibeiner.

 

Wie schon eingangs erwähnt, bin ich natürlich auch selbst Hundebesitzerin. Unser Schäferhund Zeus ist inzwischen 9 ½ Jahre alt, aber immer noch fit wie ein Turnschuh. Er kann einen ganz schön auf Trab halten. Und noch etwas – er ist ganz wild auf Wasser!
Pfützen, Teiche, Bäche oder andere Wasserlöcher; nichts ist vor ihm sicher. Aber fast noch toller als Wasser findet er Schnee.

ZeusWer jetzt gerne noch mehr mehr über meine Weihnachtsromane erfahren möchte, kann sich HIER einen Überblick verschaffen. Zu jedem Buch gibt es eine Detailseite, auf der ihr auch Leseproben, zum Teil Online-Lesungen und vieles mehr finden könnt.

In Kürze wird es dann auch eine Rubrik hier im Blog geben, in der meine Weihnachtshunde höchstpersönlich zu Wort kommen. Gebt mir noch ein bisschen Zeit für die Planung und schaut am besten einfach regelmäßig herein, dann verpasst ihr auch nichts. ;-)

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Petra Schier auf der Frankfurter Buchmesse 2017

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