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Go get some, girl – Sex im Jugendbuch? Bitte ja!

Go get some, girl – Sex im Jugendbuch? Bitte ja! - Bild von Кристина Ломакина auf Pixabay

 

Gastbeitrag von Alana Falk

 

Jugendbuch und Sex war lange für viele ein Widerspruch, ja, sogar ein Tabu. Dabei beschäftigt Sex uns doch gerade als Teenager besonders stark. Es sollte also im Jugendbuch ganz unbedingt ein zentrales Thema sein. Denn wo kann man sonst so differenzierte Blickwinkel auf ein Thema aufzeigen wie in einem Roman?

 

Jugendliche sollten keinen Sex haben

 

Eine schöne Moralkeule, die man besonders häufig im US-amerikanischen Raum findet, die aber auch hierzulande gern propagiert wird. Eine in meinen Augen sehr gefährliche Einstellung, die …

Plädoyer für den Blumenvorhang

Plädoyer für den Blumenvorhang

 

Gastbeitrag der Autorin Charly von Feyerabend zum Thema:

Let’s talk about Sex. Nicht.

 

„… und hier lassen wir einen geblümten Vorhang über das weitere Geschehen herunter, damit die folgenden lautstarken Aktionen der alleinigen Fantasie des Lesers überlassen sind.“

So oder ähnlich könnte die Anmerkung in einem meiner Romane lauten, gerade dann, wenn sich ein Paar dazu entschlossen hat, so richtig zur Sache zu kommen. Warum ich Details ausspare? Warum ich den schwer schnaufenden Liebhaber nicht aufstöhnen lasse wie einen läufigen Stier oder der Gespielin die geschwollenen…

Schieb die Schwiegermama von der Schulter: 5 Tipps, um Liebesszenen zu schreiben

Gastbeitrag von Julia K. Stein

 

Wenn man Romane schreibt, kommt man um Liebes- und Sexszenen nicht herum. Entweder schreibt man sie oder man umgeht sie bewusst (wie eine befreundete Thriller-Autorin es tut: „Er berührte sie dort, wo sie es am liebsten mochte. Kapitelende.“). In jedem Fall denkt man darüber nach. Da ich Jugendromane und Erwachsenenromane schreibe, ist Romantik für mich sehr wichtig, denn auch im Verlag wird ständig über Sexszenen nachgedacht und darüber geredet, was von der Zielgruppe gewünscht wird oder ihr zumutbar ist. Wie weit geht man? Wie werden welche Körperteil…

Ultimative Kopulation oder: Sex in der amerikanischen „Romance Novel“

Bild Paar

 

Eine nicht-gynäkologische Untersuchung von Ursula Schröder

 

Neulich las ich, dass etwa zwei Drittel der US-Amerikanerinnen übergewichtig sind. (Angeblich wären von ihnen viele sogar bereit, zehn Jahre eher als nötig zu sterben, statt zu fett zu sein. Wer macht solche Umfragen?!?) Der Rest hat dann wohl eine Traumfigur einschließlich makelloser Haut und wundervoller Haare und damit das Recht erworben, im Genre der „Romance Novels“ literarisch abgebildet zu werden. Weil das bevorzugt in Form einer Trilogie geschieht, kommt es gelegen, dass diese Gruppe von Damen sich wiederum…

Dusch mit mir, Baby!

Gastbeitrag von Britta Orlowski mit Textbeispielen

 

“Let’s talk about sex, Baby!” – Den Anstoß für diesen Beitrag lieferte meine DELIA-Kollegin Petra Schier. Klar, man könnte ihn so oder so auslegen: Doch was fällt mir dazu ein?

Ist Sex ein Thema in meinen Büchern? Ja. (unbedingt) Aber warum? Da musste ich eine Weile nachdenken. Ich persönlich krieche immer ganz tief in die Psyche meiner Protagonisten hinein, werde quasi eins mit ihnen. Das funktioniert nur, wenn ich sie von Grund auf kennenlerne. Ihre Gewohnheiten, Macken, Vorlieben, ihre Denkweise – einfach…

Warum brauchen auch Erotikromane einen Plot?

Banner Warum brauchen auch Erotikromane einen Plot?

 

Gastbeitrag von Marie Lanfermann (Bloggerin)

 

Zum Thema Erotikroman könnte man an dieser Stelle einiges sagen, gibt es doch gute und schlechte Romane dieser Gattung. Das ist eine Gemeinsamkeit, die diese Romane mit jedem anderen Roman haben. Doch es gibt eine weitere Gemeinsamkeit. Gute Geschichten verfügen über Handlung; gute Romane, egal welchen Genres über einen Plot.

 

Ein Hauch von Erotik tut jeder Geschichte gut

Bei genauerer Betrachtung findet sich ein Hauch von Erotik in fast jedem Genre und in zahlreichen Romanen. Ob es nun historische Romane sind (Gutsherr…

Zwischenruf: Macht lieber die Schlafzimmertür zu [Leserinmeinung]

Banner Zwischenruf: Lasst die Schlafzimmertür zu!

 

Gastbeitrag von Carmen Benner

Da scheiden sich ja die Geister, also hauptsächlich der der weiblichen Leser. Sexszenen, die in den Büchern nur angedeutet werden oder solche in denen jedes Detail beschrieben wird.

Solche etwa wie in einem der berühmtesten Bestsellern schlechthin? In denen wir genau vor Augen geführt bekommen wie einzelne Sexpraktiken vollzogen werden oder wie genau die Empfindungen der Sexpartner sind.

Wie zum Beispiel:

»Ich weiß, ich weiß«, raunt er, doch er hört einfach nicht auf, und meine Lust wächst ins Unermessliche. Er schiebt zuerst einen Finger in mich hinein

Von Lustgrotte und Freudenpfriem. Oder: die Tücken des expliziten Vokabulars

 

Gastbeitrag von Lia Bergman

 

Meine ersten erotischen Geschichten habe ich in englischer Sprache verfasst. Und das kam nicht von ungefähr, denn das Englische bietet mehr Möglichkeiten, sich elegant um explizite Nomenklatur herumzudrücken.

Für mich liegt eine der größten Herausforderungen beim Schreiben von erotischen Geschichten darin, die Dinge beim Namen zu nennen und doch nicht ins Vulgäre oder Pornografische abzudriften.

Dabei mangelt es auch im Deutschen nicht an Vokabular für die Geschlechtsorgane und das, was man damit tun kann. Hier gibt es drei primäre Stoßrichtunge…

Gesucht: die Gleichberechtigung

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Gastbeitrag von Mara Laue

 

Dass im realen Leben die Gleichberechtigung von Frauen und Männern zwar auf dem Papier des Grundgesetzes festgeschrieben steht, aber in der Praxis immer noch einiges und in manchen Bereichen (zum Beispiel Gender Pay Gap) sehr viel zu wünschen übrig lässt, ist leider ein alter Hut. In den meisten Liebesromanen sieht es in diesem Punkt aber keineswegs besser aus, sondern allzu oft sogar noch schlimmer. Bei der Lektüre mancher Liebesromane könnte man sogar den Eindruck gewinnen, als habe Gleichberechtigung noch gar nicht stattgefunden. Und damit beziehe…

Die verhütende Autorin

Kondom, Verhütung

 

Verhütung ist wichtig, darüber sind wir uns, denke ich, alle einig. Im wahren Leben sowieso, da sollten Sex und Verhütung stets Hand in Hand gehen, insbesondere bei neuen Bekanntschaften oder häufig wechselnden Partnern oder Partnerinnen.

Dass hier immer noch Aufklärungsarbeit geleistet werden muss, zeigen nicht nur viele Teenager- und sonstige ungewollte Schwangerschaften, sondern auch die immer noch sehr hohe (oder sogar wieder steigende) Zahl von Ansteckungen mit HIV, aber auch anderen Geschlechtskrankheiten. Viele Menschen nehmen die Risiken einfach nicht ernst oder…