Alles hätte so schön sein können. Echt. Doch, wirklich!scale-403585_1280

Vergangene Woche hatte ich am Wiegetag das “historische” Ereignis der 10%-Abnahme. Dafür gibt es bei Weight Watchers einen Extrastern. Jawohl. Ich hatte 10% meines Gesamtgewichts abgenommen. Und dann im Lauf der Woche sogar noch mal ein Kilo.

Und dann?

Ja, dann kam die Hochzeit meines Schwagers. Ans Punktezählen war da schon im Vorfeld nicht zu denken, denn während der Vorbereitungen hat er gekocht. Er ist Koch von Beruf, aber kein Diätkoch. Im Gegenteil und das sieht man ihm auch an. Zum Glück konnte ich Schlimmeres verhindern, indem ich mir selbst die Portionen auf den Teller gepackt habe. Ansonsten hätte er mir, ohne mit der Wimper zu zucken, ein Pfund Nudeln mit Bolognese-Soße (oder sogar mehr) kredenzt.

Dann musste jeden Tag mit der Familie gefrühstückt werden, obwohl ich gar kein Frühstücksmensch bin. Außer am Wochenende mit meinem Mann zusammen. Gemäßigt. Im Rahmen meiner Wochenzusatzpunkte. Die hatte ich zum Teil aber schon am Vortag aufgebraucht.

Schließlich kam dann der große Tag (Freitag), und obwohl wir um die 34 Grad im Schatten hatten, wurde nach der Kirche im Grunde nonstop gegessen. Nein, gefressen. Es war ein Gelage. Warmes Büffet, selbstverständlich mit kalorienreicher Kost. Selbst das Gemüse war in Butter geschwenkt. Man konnte dem Fett also nicht entrinnen.

Versteht mich nicht falsch, alles war superlecker, aber zu viel ist zu viel. Mittagessen um 15 Uhr (weil die Kirche um 12 Uhr angefangen hat), Kaffee und Kuchen (Tortenalarm!) um 18 Uhr. Um 20 Uhr Abendessen (Reste vom Büffet).

Tageswechsel. Wieder gemeinsames Frühstück, dann noch mal Resteessen am Mittag und zum Kaffee und … Ihr erkennt das Muster?

Verweigert man das Essen, sind die Gastgeber beleidigt. Familienkrisen zur Hochzeit sind auch nicht angebracht. Aber am Sonntag habe ich dann endgültig die Waffen gestreckt und den erneuten Kuchenansturm verweigert. Es ging mir allerdings auch nicht wirklich gut. Überfressen.

Zu allem Überfluss bin ich auch wieder mal in der Wassereinlagerungs-Phase meines Zyklus angekommen, der mir ja auch in schöner Regelmäßigkeit zu schaffen macht. Und diesmal auch noch gepaart mit einer sonntäglichen Heißhungerattacke, die mich ebenfalls einmal monatlich heimsucht. Fettiges, Salziges und Süßes. Alles zusmmen am besten. Die Frauen unter euch werden das vielleicht kennen.

Ergebnis: 1,3 kg zugenommen. Damit ist die schöne 10%-Marke erst mal wieder dahin.

Zum Glück habe ich die ganze Woche über (außer Donnerstag und Freitag) jeden Tag eine gute Stunde Sport gemacht. Auch am Samstag und Sonntag, weil mir das inzwischen richtig gefehlt hat bei all der (Fr)esserei. Auf die Weise habe ich vermutlich noch weit schlimmere Ergebnisse beim heutigen Wiegetag umgehen können. Vielleicht ist ja sogar hier und da ein Gramm Muskelmasse dazugekommen. Damit kann ich ja versuchen, mich zu trösten.

Heute durfte ich dann endlich (!) wieder normal essen. Eine Wohltat. Vor allem, nachdem ich den Supermarkt aufgesucht und frisches Obst und Gemüse besorgt hatte.

Ich habe nichts gegen Familienfeiern. Auch nichts gegen gelegentliche Essgelage. Aber das vergangene Wochenende muss ich so schnell nicht wiederholen. Vielleicht wird nun der eine oder andere sagen, ich hätte disziplinierter sein müssen. Oder mich wehren sollen. Nein sagen. Macht das mal vor versammelter Mannschaft, äh Familie! Einer Familie wohlgemerkt, in der außer meinem Mann und mir fast alle irgendwie leicht bis mittelschwer übergewichtig sind. Zumindest auf der Seite meines Mannes. Meine Verwandtschaft sieht da schon etwas anders aus, und ziemlich sicher hätte es da auch nicht so viele überbordende Kalorienbomben gegeben. Aber man heiratet eben auch eine Familie. Und deren Essgewohnheiten. Zum Glück steht erst mal keine Hochzeit mehr an. Alle unter der Haube. :-)

Mal sehen, wie lange es dauert, bis ich die 10%-Marke wieder knacke. Und wie es danach dann weitergeht. Bis dahin: Guten Appetit! ;-)

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