Wer meine Wasserstandsmeldungen aufmerksam verfolgt, dem wird der Titel meiner neuen Buchserie, Codename E.L.I.A.S., bereits begegnet sein. Vielleicht habt ihr aber auch schon auf Facebook, Google+ oder Twitter davon gelesen. Mit dieser neuen Serie möchte ich, wenn alles klappt, im Herbst 2014 an den Start gehen. Veröffentlicht wird sie verlagsunabhängig unter meinem Pseudonym Mila Roth.

Bevor ich aber überhaupt mit dem Schreiben anfangen kann, muss ich jede Menge Vorabarbeit leisten. Ganz wichtig: Die Story muss geplottet werden. Dieses Wort habt ihr ganz bestimmt schon häufig gehört und gelesen, aber was genau bedeutet es eigentlich?

Wikipedia erklärt es so:
“Als Plotten (englisch für: aufzeichnen, graphisch darstellen, kartieren) bezeichnet man in der Seefahrt die graphische Darstellung von Positionen und Außeneinflüßen wie Wind oder Strom, um diese zur Kursplanung auszuwerten. Die Darstellung selbst wird als Plot bezeichnet.” (Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Plotten)

Nun hat das schriftstellerische Plotten nicht unbedingt etwas mit Seefahrt zu tun, aber oftmals werden ja Begriffe aus anderen Fachgebieten entlehnt. So auch hier, denn die Übersetzung “Kursplanung” trifft es im Grunde perfekt. Das Plotten, so wie es Autoren tun, ist demnach die graphische (schriftliche) Darstellung von Figuren, Situationen und Außeneinflüssen, um daraus eine stimmige Geschichte zu planen. Man könnte statt Plot auch einfach Konzept der Geschichte sagen.

Ich konzipiere also den Handlungs- und Spannungsbogen meiner neuen Serie, und zwar nicht nur der ersten Episode. Vielmehr muss ich auch den serienübergreifenden Handlungsbogen erarbeiten, denn so eine Serie hangelt sich ja nicht willkürlich von Folge zu Folge. Ein großes Ganzes steht dahinter, denn im Grunde ist eine Serie ja nichts anderes als ein extrem langer Roman, der in Häppchen aufgeteilt wird. Da gibt es einen Anfang, einen Mittelteil, jede Menge Wendepunkte und eine Auflösung.

Eine Geschichte besteht aber nicht nur aus irgendwelchen Handlungssträngen. Wichtiger noch sind die Figuren, um die sich die Story dreht, denn ohne sie gäbe es ja überhaupt keine Handlung. Auf den ersten Blick erscheint die Sache einfach: Man denkt sich ein paar männliche und weibliche Figuren aus, gibt ihnen Namen und Berufe und bastelt dann den oben erwähnten Plot um sie herum.

Ihr merkt schon: Auf den ersten Blick bedeutet, ganz so einfach ist es dann doch nicht. Selbstverständlich muss man sich Namen, Berufe usw. ausdenken, aber dabei bleibt es nicht. Die Figuren müssen ja zum Beispiel irgendwie aussehen. In der Regel habe ich, wenn ich mir die Namen ausdenke, bereits ein Bild vor meinem inneren Auge, weiß also, ob der Held blond, dunkelhaarig, groß, muskulös oder was auch immer ist. Auch die Heldin hat bereits Haar- und Augenfarbe, körperliche Merkmale und so fort. Die Berufe stehen ebenfalls schon fest und außerdem, wo sie wohnen. Das ist aber noch längst nicht alles, was ich über meine Protagonisten wissen muss. Ich muss sie so gut kennen, als hätte ich mein Leben lang an ihrer Seite verbracht, also ihre Charaktereigenschaften, ihren Lebenslauf, ihre Probleme, Glücksmomente, Schuhgröße, Kleidervorlieben ( und -größen), ihr Lieblingsessen, ihre geheimen Sehnsüchte und Ängste, Abneigungen, Freunde und Feinde, Familie, Stärken und Schwächen, frühere Verwundungen, Operationen, Reisen, Partner oder Ex-Partner, ihre Einstellung zu Leben und Tod, Politik, Religion, Medien und vieles vieles mehr.

Das klingt nach einer Menge Arbeit – ist es auch. Deshalb lege ich Figuren-Steckbriefe an, in die ich all diese Informationen penibel eintrage. Während des Schreibens kann ich dann immer darauf zurückgreifen, denn so viele Details kann man unmöglich alle im Kopf behalten. Diese Steckbriefe sind übrigens nicht statisch, sondern dynamisch aufgebaut. Im Laufe der Serie können sich Vorlieben, Abneigungen, Beziehungen usw. ja verändern. Auch das trage ich ein, immer auch mit dem Hinweis, ab wann sich was verändert hat.

Und glaubt jetzt bitte nicht, es reicht, diese Steckbriefe nur für Held und Heldin zu führen. In einer Serie gibt es immer auch viele wichtige Nebenfiguren, und je wichtiger sie sind, je öfter sie in der Geschichte auftauchen, desto unumgänglicher ist es, ihnen ebenfalls einen Steckbrief zu widmen. Hingegen sind wiederkehrende, aber nicht ganz so wichtige Figuren sowie solche, die nur einmal auftauchen, nicht unbedingt so ausführlich zu behandeln. Da reichen dann oft schon einfache Listen, in die ich die wichtigsten äußerlichen und charakterlichen Merkmale eintrage. Aber auch das muss sein, damit ein Bösewicht nicht eingangs der Story blaue Augen hat und am Ende braune. Auch sollte die Polizistin, die immer mal wieder einen Auftritt hat, nicht in Band 1 eine lange blonde Haarmähne haben und in Band 3 plötzlich einen Kurzhaarschnitt. Es sei denn, es gehört zur Story, dass sie beim Friseur gewesen ist.

Ihr seht also, was ich meine: Die Planung und Ausarbeitung der Figuren ist immens wichtig, beinhaltet aber dennoch immer auch von Buch zu Buch Wendungen und Veränderungen, mit denen man als Autorin oftmals gar nicht rechnet. Aber falls sich etwas unvorhergesehen ereignet, zeigt mir das in der Regel, dass die Figuren wirklich lebendig sind, dass sie sich entwickeln, wenn auch manchmal nicht so, wie ich es mir ursprünglich gedacht hätte. Solche Herausforderungen und Überraschungen machen das Schreiben erst so richtig spannend.

Nun wollt ihr aber ganz bestimmt endlich ein paar Details zu Codename E.L.I.A.S. erfahren. Ein paar Dinge kann ich Euch bereits verraten:

Die Serie ist, ebenso wie Spionin wider Willen wie eine TV-Serie in Staffeln aufgebaut. Zunächst sind drei Staffeln für den Gesamthandlungsablauf vorgesehen. Jede Staffel wird voraussichtlich aus 12 Episoden bestehen. Ob es bei diesem Konzept bleiben wird, entscheidet aber ihr, die Leser. Denn wie bei einer TV-Serie der Fortbestand an den Einschaltquoten festgemacht wird, so werde ich auf die Verkaufszahlen reagieren. Kommt die Serie gut an, verkauft sie sich also in vertretbaren Dimensionen, dann sollte es bei dem Plan bleiben. Vielleicht ist bei großem Erfolg und entsprechendem Feedback der Leser sogar eine vierte Staffel drin, wer weiß. Im gegenteiligen Fall (ich hoffe, der tritt nie ein!), kann die Serie auch zu einem vorzeitigen Ende gelangen.

Es handelt sich um eine Serie für Erwachsene, ich würde sogar sagen, dass sie für Leser unter 16 Jahren nicht unbedingt empfehlenswert ist. Liefe sie im TV, würde sie vermutlich nicht vor 22 Uhr gezeigt. Es wird im weitesten Sinne ein Action-Thriller werden, bei dem der Held eingangs in eine ziemlich ausweglose Situation gerät, aus der er mit Hilfe einiger weniger Freunde und Weggefährten wieder herausfinden und dabei die Hintergründe aufklären muss. Gleichzeitig wird es immer wieder zusätzliche Einzelabenteuer geben. Im TV-Serienjargon werden sie “Fall der Woche” genannt. Sie dienen dazu, die Gesamthandlung aufzulockern und durch weitere abenteuerliche Aspekte zu bereichern.

Wie schon bei Spionin wider Willen erhebt meine Serie mitnichten den Anspruch, ein genaues Abbild der Realität zu sein. Stellt euch eine Action-Serie im TV vor oder einen Actionfilm. Sind die immer 1:1 der Wirklichkeit nachempfunden? Seht ihr, und deshalb wird es auch in Codename E.L.I.A.S. möglicherweise Szenen geben, bei denen ich der Phantasie den Vorrang vor der Realität gebe. Aber keine Sorge, fliegende Untertassen bleiben draußen (es sei denn, die Protagonistin schmeißt sie jemandem an den Kopf). ;-)

Was erwartet euch im Einzelnen?

Action, Schießereien, Verfolgungsjagden, Explosionen, nicht wenige Tote und die auch nicht immer appetitlich, obgleich mein Held bemüht sein wird, die Anzahl der Leichen und Kollateralschäden so gering wie möglich zu halten. Leider sind die Bösewichte da nicht immer ebenso rücksichtsvoll.

Es wird aber auch eine gute Dosis Humor und Dialogwitz geben sowie interessante Figuren, die sich von Episode zu Episode weiterentwickeln werden. Wobei ich schon gespannt bin, wie ihr auf die doch sehr sperrigen, schwierigen Charaktere reagieren werdet. Sie sind alle seelisch (und zum Teil auch körperlich) vorbelastet, haben einen abenteuerlichen bis grauenhaften Lebenslauf hinter sich und dürften auf ihrem weiteren Lebensweg sicherlich auch noch den einen oder anderen Fehler begehen.

Ein Love-Interest (neudeutsch für Liebesgeschichte) gibt es selbstverständlich auch. Was wäre eine Serie ohne die Liebe? Stimmt, nur halb so schön. Allerdings wird euch diese Liebesgeschichte vermutlich einige graue Haare bescheren, denn bei so schwierigen Charakteren läuft nichts einfach nur glatt oder so, wie man sich das (als Leser) erhofft.

Erotische Szenen/Sex: Ja, wird es auch geben. In welchem Umfang, entscheiden die Figuren (siehe oben).

Wo spielt die Serie? Das ist mal komplettes Neuland für mich. Ich siedele die Serie in den USA an, genauer gesagt in Los Angeles (und Umgebung).

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Und worum geht es denn nun in der neuen Serie? Wer sind die Hauptfiguren? Wie ist die Idee entstanden? Gibt es bereits einen Titel für die erste Episode, und was, zum Henker, bedeutet überhaupt Codename E.L.I.A.S.?

All das werde ich euch nicht heute, aber bald nach und nach hier im Blog verraten (oder auch nicht). ;-)

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Band 1 erscheint voraussichtlich im Oktober 2014.

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