Während ich im Eilzugtempo die Anmerkungen meiner Lektorin durcharbeite, damit heute noch mein Testleser-Team das Manuskript erhalten kann, dürft ihr noch einmal einen kleinen Blick in die Geschichte werfen. Mögt ihr die Sneak Peeks? Welcher hat euch bisher am besten gefallen? Erzählt mir davon!

»Irgendwas Interessantes?« Markus setzte sich auf einen Hocker neben seinem Kollegen.

»Nicht wirklich.« Nun setzte Alfred die Kopfhörer doch ab und drückte einen Knopf, sodass die Stimmen der beiden Zielpersonen für alle im Lieferwagen zu hören waren. »Abgesehen davon, dass Brenkow alle Register zieht.«

»Alle Register?« Markus hob die Augenbrauen.

»Mhm, hör doch selbst. Seit die beiden im Brandenberg angekommen sind, versucht er Frau Berg mit allen möglichen Geschichten zu beeindrucken.«

»Und, ist sie beeindruckt?« Nun war Markus‘ Neugier geweckt.

»Keine Ahnung. Sie lacht jedenfalls über seine Witze und scheint ihn zu mögen.«

»Was soll das heißen, sie mag ihn?« Ein leichter Stich der Besorgnis durchzuckte Markus und machte ihn wütend. »Verdammt noch eins! Sie ist nicht hier, um sich von dem Typen einlullen zu lassen, sondern …«

»Sondern?« Einigermaßen verwundert blickte Alfred ihn von der Seite an. »Was bist du denn so giftig?« Er grinste. »Eifersüchtig?«

»Hast du sie noch alle?« Markus tippte sich an die Stirn. »Ich habe ihr nur ausdrückliche Anweisungen gegeben, wie sie sich verhalten soll. Dazu gehört auch, dass sie die nötige Distanz hält. Brenkow ist schließlich ein Verdächtiger.«

»Ich kann nicht oft genug wiederholen, wie bezaubernd Sie heute aussehen, Janna«, tönte es in diesem Moment aus dem Lautsprecher des Empfangsgerätes. »Direkt zum Anbeißen, würde ich sagen.«

»Siehst du, was ich meine?« Alfred verdrehte die Augen.

»Nun übertreiben Sie mal nicht, Lars. Sie machen mich noch ganz verlegen«, antwortete Janna. Ihre Stimme klang ein wenig gepresst.

»Lars?« Auf Markus‘ Stirn bildeten sich tiefe Furchen.

»Beim Vornamen waren sie schon, bevor sie hier angekommen sind.« Dirk hatte sich im Fahrersitz so weit umgedreht, dass er dem Gespräch seiner beiden Kollegen besser folgen konnte.

»Das lag ganz und gar nicht in meiner Absicht, Janna«, redete Brenkow indes mit deutlich tieferem, fast heiserem Tonfall weiter. »Ich will Ihnen nur deutlich machen, wie gern ich Sie mag.« Es entstand eine kleine Pause, in der nur ein leises Rascheln und dann Jannas leicht verstärkte Atemgeräusche zu hören waren. »Ich möchte Sie gerne wiedersehen, Janna«, erklang dann wieder Brenkows Stimme. Das Lächeln auf seinen Lippen war ihm deutlich anzuhören. »Bald?«

»Ähm, ja, mal sehen. Ich habe zwar immer viel zu tun, aber möglicherweise …«

»Ich rufe Sie an, ja? Erlauben Sie mir das?«

»Oh, hm … ja, natürlich dürfen Sie mich anrufen.«

»Also das mit der Distanz übt sie dann wohl besser noch mal«, stellte Alfred feixend fest.

» … werde ich das baldmöglichst tun. Otto, zahlen bitte!«

»Aha, sie brechen gleich auf.« Dirk drehte sich wieder in eine normale Sitzposition, um den Eingang des Restaurants im Auge zu behalten.

Markus kämpfte vergeblich gegen den Ärger an, der in ihm brodelte. »Hat sie den Verstand verloren? Von Wiedersehen war keine Rede.«

»Er ruft sie doch bloß an«, stichelte Alfred.

»Auch das war nicht vereinbart! Sie kann nicht einfach die Spielregeln ändern.«

Alfred grinste anzüglich. »Und du bist sicher, dass du nicht eifersüchtig bist?«

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