Es dauert nicht mehr lange, wenn alles gutgeht, sogar nur noch eine gute Woche, dann erscheint endlich Sport und Mord gesellt sich gern! Ja, ihr habt richtig gehört: Passend zu Ostern wird es also Lesestoff für euch geben. Zumindest die eBook-Version sollte bis dahin verfügbar sein. Das Taschenbuch folgt dann selbstverständlich auf dem Fuße.

Um euch die Wartezeit noch einmal zu versüßen, gibt es heute den elften und letzten Sneak Peek. Viel Spaß damit!

»Wir haben eine Laus im Pelz, das ist dir doch wohl klar, oder?«

»Eine Laus?« Verständnislos runzelte er die Stirn.

»Einen Verräter«, erklärte sie ungeduldig. »Tilo Sommertal. Er hat etwas mitbekommen und sich an die Behörden gewandt.«

»Tilo? Aber wie denn? Er ist doch nur ein einfacher Buchhalter. Ich kann mir nicht vorstellen, wie er etwas bemerkt haben soll.«

»Das tut auch nichts zur Sache«, antwortete Annette grimmig. »Susanne wird sich um ihn kümmern.«

»Was?« Entsetzt fasste Brenkow sich an den Kopf. »Ihr habt, ich meine, sie will ihn …?«

»Ich sorge dafür, dass er die Klappe hält – für immer«, bestätigte Susanne ungerührt.

»Muss das sein?«

»Das ist notwendig, Lars.« Annette stemmte die Hände in die Seiten. »Wir können uns solche Sicherheitslücken nicht leisten. Schau, wohin das geführt hat. Irgendein verflixter Geheimdienst ist uns auf den Fersen.«

»Das kann ich bestätigen«, warf Susanne ein. »Die Videoüberwachung wurde professionell manipuliert. Schauen Sie, was dagegen meine eigene kleine Überwachungskamera aufgezeichnet hat.«
Sie ging zu dem Computer am Empfangstresen, ließ ihn hochfahren und gab mehrere Befehle auf der Tastatur ein. Wenig später erschien ein Video auf dem Bildschirm, das einen Ausschnitt von Annettes Büro zeigte. Darauf war ein hochgewachsener Mann in dunkler Lederjacke zu sehen, der sich geschmeidig durch den Raum bewegte, die Aktenschränke durchsuchte und schließlich die Abhörgeräte platzierte. »Die Polizei bricht nicht mitten in der Nacht ein, auch nicht das LKA. Und falls doch, gehen sie anders vor«, erklärte sie.

»Moment mal, habt ihr die ganze Zeit gewusst, dass sie hinter uns her sind?« Verwirrt sah Brenkow zwischen den beiden Frauen hin und her.

»Nicht die ganze Zeit, sondern erst, seit wir mitbekommen haben, dass Sommertal Kontakt mit den Behörden aufgenommen hat.« Annette lehnte sich gegen den Tresen und verschränkte die Arme vor der Brust. »Von da an waren wir gewarnt und haben Vorkehrungen getroffen. Deine neue Flamme steckt da wahrscheinlich auch mit drin.«

»Meine was? Janna Berger meinst du?« Erschrocken hob er beide Hände. »Nein, auf keinen Fall. Sie ist doch keine … Sie arbeitet für das Meinungsforschungsinstitut in der Kaiserstraße.«

»Mhm, und ich bin die Kaiserin von China. Solche Tarn-Identitäten legen sich Agenten doch ständig zu. Ich wette, dieses Meinungsforschungsinstitut hat noch nie etwas von einer Janna Berger gehört.« Mit einem trockenen Lachen stieß Annette sich vom Tresen ab und nahm ihre Wanderung wieder auf. »Hältst du es für einen Zufall, dass die Wanzen ausgerechnet an dem Abend hier angebracht werden, an dem du ausnahmsweise mal nicht bis in die Puppen hier im Zentrum bist?«

»Du hast gesagt, Sommertal hätte uns verraten. Vielleicht hat er einfach mitbekommen, dass ich mit Janna ausgehen wollte, und das dann weitergegeben.«

»Ganz sicher war es so«, bestätigte Annette grimmig. »Aber überleg auch mal, woher diese Janna auf einmal gekommen ist. Sie war nie zuvor hier im Zentrum.«

»Das waren andere Gäste der Gala auch nicht.«

»Mhm, denk mal nach, mit wem sie ursprünglich hier aufgeschlagen ist.« Sie gab Susanne ein Zeichen, die daraufhin Bilder von der Gala auf dem Bildschirm öffnete. Auf einem davon sah man ganz deutlich Janna, wie sie an Markus‘ Arm das Foyer betrat.

Brenkow betrachtete das Bild eingehend. »Und?«

»Schau dir mal unseren nächtlichen Besucher ganz genau an.«

Susanne rief noch einmal das Video aus ihrer geheimen Überwachungskamera auf und hielt es an, als der Mann darauf sich so weit zur Kamera drehte, dass sein Profil erkennbar wurde.
Brenkow wurde blass. »Das … ist ja …«

»Ganz genau«, bestätigte Annette.

Fahrig nestelte Brenkow an seiner Krawatte. »Und was jetzt?«

»Das fragst du noch?«

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Erscheint im April 2014!



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