Der Rheinbacher Hexenturm - ein Rundgang

Der Rheinbacher Hexenturm – ein Rundgang

Am Montag, den 10. Februar 2014, war ich endlich nach vielen vielen Jahren einmal wieder zu Gast im Rheinbacher Hexenturm. Die Besichtigung stand schon lange auf dem Plan, spielt doch mein historischer Roman Der Hexenschöffe, der im Oktober bei Rowohlt erscheint, genau dort: im und um den Hexenturm herum. Bei meinem letzten Besuch dort muss ich etwa 13 oder 14 Jahre alt gewesen sein, und ich war nicht etwa dort zwecks einer Führung, sondern weil einer meiner Klassenkameraden dort seinen Geburtstag gefeiert hat. Und damit kommen wir auch schon zur heutigen Verwendung des Hexenturms. Man kann ihn nicht nur besichtigen, ...
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Cover Der Hexenschöffe

Reihjungen, Mailehen, Schlutgehen

Wenn man einen Roman mit dem Titel Der Hexenschöffe schreibt, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass der Hauptteil der Handlung sich um die Thematik der Hexenprozesse dreht. Das ist natürlich weitgehend richtig gedacht, und selbstverständlich habe ich Quellen um Quellen zu diesem Bereich der Geschichtsschreibung gewälzt. Ich wollte und will aber keine geschichtliche Abhandlung schreiben, kein Lehrbuch über die Vorgehensweise der Hexenkommissare, sondern einen Roman. In Romanen agieren Menschen, sie leben, leiden, lieben, lachen, arbeiten, tanzen … Mit anderen Worten: Ein Roman lebt davon, dass die Menschen, von denen er handelt, vor dem inneren Auge der Leser lebendig werden, spürbar. Man ...
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Cover Der Hexenschöffe

Der Hexenschöffe – Fernab von Hebammen und Kräuterfrauen

Vor einigen Wochen stieß ich bei LovelyBooks auf eine historische Kolumne, in der eine Bloggerin ihren Unmut darüber äußerte, dass in historischen Romanen über das Thema Hexenverfolgung fast immer auf Stereotypen zurückgegriffen wird und dass sich die Geschichten um die angeklagten (meistens) Frauen allgemein sehr ähneln und oft wenig mit den wahren Begebenheiten um die Zaubereiprozesse zu tun haben. Ich habe nicht nur auf die Kolumne an Ort und Stelle geantwortet, sondern nehme dies auch zum Anlass, mich hier in meinem Blog dazu zu äußern, da ich ja derzeit selbst einen historischen Roman zum Thema Hexenverfolgung schreibe (Der Hexenschöffe). Grundlage ...
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Leichensektionen und Mordermittlungen im Mittelalter

Leichensektionen und Mordermittlungen im Mittelalter

Immer wieder werde ich von Lesern meiner Adelina-Serie gefragt, ob Leichensektionen im (späten) Mittelalter wirklich verboten waren und warum. Auch kommt immer wieder die Frage auf, wie denn nun die Ermittllungen bzw. die Beweisführung z.B. in einem Mordfall aussahen, weil man in jener Epoche ja noch nicht über die ausgefeilten Mittel verfügte, wie dies heute der Fall ist. Deshalb habe ich euch diese Themen hier einmal kurz zusammengefasst. Selbstverständlich kann ich nur einen groben Überblick geben; Gerichtsbarkeit im Mittelalter ist ein weites Feld mit vielen Details, auf die hier einzugehen den Rahmen meines Blogs erheblich sprengen würde. Deshalb beschränke ich ...
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Mittelalterküche

Mittelalter-Rezept: Dörräpfel (ein Scheingericht)

Etwas aufwendiger, dafür aber der Hingucker auf jedem festlichen Büffet, sind die Dörräpfel, die mit Äpfeln so rein gar nichts gemein haben – abgesehen vom Aussehen. Es handelt sich um ein Scheingericht, das in England bereits im 15. Jahrhundert bekannt war. Erwähnt wird es bei Maredudd Angharad ferch Gwenhyfar, The Stewpot Period Culinary Guild (SCA) These Pommes Dorres are based upon three recipes from the Harleian MS 279 (c. 1420) that have been published by Cindy Renfrow. Although the primary recipe is xix. Pomme Dorres, three recipes were combined to provide a combination of flavors which would be flavorful, and ...
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Mittelalterküche

Mittelalter-Rezept: Fleischfladen

Zwar ist noch immer Fastenzeit, doch nicht jeder hält sich heute so strikt daran wie die Menschen im Mittelalter. Deshalb stelle ich euch heute ein Rezept für sehr schmackhafte Fleischfladen vor. Erwähnt wird dieses Rezept bereits im 14. Jahrhundert in der Rezeptsammlung Das buoch von guoter spîse (93). Ein Fladen mit Fleisch Willst du einen Fladen mit Bauchfleisch machen, so koch es gar und hack es klein und misch geviertelte Walnüsse darunter und würz es ausreichend. Und tu Speck darein und Eier und tu es auf einen großen Teigboden. Setzt fünf schöne Pastetchen mit Hühnern darauf, eines in der Mitte, ...
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Europa im Mittelalter: Von Städten und Kathedralen

Europa im Mittelalter: Von Städten und Kathedralen

In meinen historischen Romanen, ganz besonders in Die Gewürzhändlerin, aber auch in der Aachen-Trilogie, erfahrt ihr eine Menge über Kaufleute, Handel, Geldwechsler usw. Tatsächlich wurden der uns heute so selbstverständliche Welthandel sowie das moderne Bank- und Versicherungswesen bereits im Mittelalter begründet. Die Dokumentation, die ich für euch in diesem Artikel verlinkt habe, befasst sich sehr anschaulich und spannend genau mit diesen Themen, aber auch mit der mittelalterlichen Stadt und den imposanten Bauwerken, die die Menschen zu Gottes Ehre und für die Nachwelt erschaffen haben. Nehmt euch eine gute dreiviertel Stunde Zeit, in diese ferne und uns doch sehr nahe Zeit ...
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Mittelalterküche

Mittelalter-Rezept: Kalbfleischklößchen

Seid ihr auch Fleischklößchen-Fans? Ich liebe sie in allen Variationen. So zum Beispiel auch die Kalbfleischklößchen nach einem deutschen Rezept aus dem 15. Jahrhundert. Sie passen zu Reis und auch Nudeln (Kartoffeln auch, aber das ist wenig mittelalterlich). Sie werden wahlweise gekocht oder gebraten und können mit diversen Soßen kombiniert werden. Erwähnt wird dieses Rezept in der Rezeptsammlung Alemannisches Buch von guter Speise (42), Anf. 15. Jh. Kügelchen aus Kalbfleisch Kügelchen aus Kalbfleisch mach folgendermaßen: Nimm von dem Fleisch und Brot und wenig Eier, damit es dadurch hafte, und hack das und würz es und mach runde Kügelchen wie Küchlein ...
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Mittelalterküche

Mittelalter-Rezept: Wintersuppe

Noch immer hält uns der Winer fest im Griff, was passt also derzeit besser als ein kräftiges Suppenrezept? Die Wintersuppe ist in Frankreich schon seit dem 14. Jahrhundert bekannt. Erwähnt wird sie in der Rezeptsammlung “Le Menagier de Paris” von ca. 1395. Das Rezept wurde von Redon, Odile u.a.: Die Kochkunst des Mittelalters, 2000, Panorama GmbH, ISBN: 978-3926642141 ins Neuhochdeutsche übersetzt und an heutige Kochgewohnheiten angepasst. Grave ou Seyme Grave ou seyme est potage d’hiver. Pelez oignons et les cuisiez tout hachies, puis les frisiez en un pot; or convient avoir vostre poulaille fendue sur le dos et hallee sur ...
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Mittelalterküche

Mittelalter-Rezept: Furmente

Rezepte für Furmente gibt es zuhauf, denn diese porridge-artige Speise aus Dinkel- oder Weizenkeimen oder -grütze war im gesamten Mittelalter und quer durch Europa sehr beliebt, sowohl als Hauptmahlzeit als auch als Beilage. Sehr viele dieser Rezepte sind herzhafter Natur, was unseren heutigen Essgewohnheiten nach ein wenig ungewöhnlich erscheint. Das vorliegende Furmente-Rezept ist gehört jedoch zu den Süßspeisen und kann deshalb zum Beispiel auch sehr gut als Dessert gereicht werden. Erwähnt wird das Rezept bereits im 14. und 15. Jahrhundert in der englischen Rezeptsammlung A Noble Boke off Cookry, 1467 (Elaina de Sinistre) Furmente To mak furmente tak whet and ...
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