Wer meinen Blog, meinen Newsletter und/oder meine Präsenzen in den sozialen Netzwerken verfolgt, der weiß, dass ich im Sommer – genauer gesagt in der größten Hitzewelle dieses Jahres – meinen romantischen Weihnachtsroman geschrieben habe. Eine Herausforderung sonders gleichen, die zeitweise nur gelingen konnte, weil ich eine Schüssel mit kaltem Wasser für meine Füße unter dem Schreibtisch platziert hatte. Von der Weihnachtsmusik, die ständig dudelte, ganz zu schweigen. Falls die jemand gehört haben sollte (hin und wieder stand mein Fenster auf Kipp), dachte der- oder diejenige vielleicht: “Jetzt spinnt die Schier komplett! Jingle Bells und White Christmas im Juli! Da muss man doch einen an der Klatsche haben.” Aber was tut man nicht alles, um ein gutes Buch zu schreiben? Eben.

Nun habe ich den umgekehrten Fall: Ab heute arbeite ich an meinem neuen Liebesroman für MIRA Taschenbuch, der voraussichtlich im Juni 2016 an die Buchhandlungen ausgeliefert werden soll. Titel und Cover sind noch geheim, beides werde ich euch aber in wenigen Wochen präsentieren dürfen. Draußen wird es allmählich kühler, die Tage sind bereits kürzer, das Wetter herbstlich, die Blätter an den Bäumen bunt verfärbt. und erst der würzige Duft des Herbstlaubes, wenn man einen Waldspaziergang macht! Ich liebe es!
Vor meiner Haustür hat sich eine Gruppe Kürbisse versammelt, eine kleine Vogelscheuche schaukelt darüber und grinst Besucher fröhlich an. Die Kraniche ziehen gen Süden, was bedeutet, dass ganz bald der Winter vor der Tür stehen wird.

Und was mache ich?

Ganz klar: Ich schreibe einen sommerlichen Liebesroman. Was denn sonst? :-D

Diesmal werde ich vielleicht eine CD mit Meeresrauschen als Hintergrundbeschallung wählen, denn der Schauplatz ist ein kleiner Touristenort an der Nordsee. Warme Gedanken sollte ich mir möglichst auch machen, denn das Wetter wird schön sommerlich heiß und sonnig sein. Na ja, zumindest meistens. Ihr könnt euch ja vorstellen, dass das an der Nordsee immer mal ganz plötzlich umschlagen kann.

Foto Nordseestrand

Aber was, glaubt ihr, mache ich zuallererst, bevor ich mit dem Anlegen einer neuen Datei in meinem Schreibprogramm (Papyrus Autor übrigens) beginne?

Ich lese erst einmal mein eigenes Exposé.

Ganz ehrlich: Ich weiß nämlich gar nicht mehr, worum es in meinem Roman genau gehen soll. Kein Witz! Ich habe das Exposé vor Monaten verfasst und meinem Agenten übergeben. Danach hatte ich so viel anderes im Kopf, dass mir der Inhalt des etwa dreiseitigen Dokuments fast vollständig entfallen ist.

Eben habe ich also mal besagtes Exposé geöffnet und erstaunt meine eigenen Ideen gelesen. Ich bin aber sicher, sie werden euch gefallen. Wenn ihr meine Weihnachtsromane mögt, sollte das jedenfalls kein Problem darstellen. Denn auch in meinen Sommer-Liebesromanen soll es zukünftig neben der Liebesgeschichte immer auch einen Hund geben, der maßgeblich an der Handlung beteiligt ist. Bloß der Weihnachtsmann, seine Frau, die Elfen und die Rentiere werden fehlen, denn die haben im Sommer ihren verdienten Urlaub.

Während die Weihnachtsromane allesamt in einer namentlich nicht benannten kleinen Stadt im Rheinland angesiedelt sind, entführe ich euch mit den Sommerromanen zukünftig in die fiktive kleine Touristenstadt Lichterhaven an der Nordseeküste.

Foto Leuchtturm

Einen Leuchtturm wird es in Lichterhaven selbstverständlich auch geben.

Da ihr jetzt ganz bestimmt schon neugierig darauf seid, worum es geht, habe ich euch mal den Blurb aus meinem Exposé herauskopiert. Der Blurb ist so etwas wie ein Vorschautext, der dem eigentlichen, ausführlichen Exposé vorangestellt ist. Er soll, wie ein richtiger Verlagsvorschau- oder Klappentext, neugierig auf die Geschichte machen – nur eben nicht die Buchhändler oder euch Leser, sondern die LektorInnen im Verlag. Dazu muss ich allerdings auch anmerken, dass weder Blurb noch Exposé vollkommen verbindlich und in Stein gemeißelt sind. Wenn sich beim Schreiben die Handlung anders entwickelt, weil die Figuren es einfach so wollen, dann ist dass nicht nur okay, sondern normal. Zu diesem Thema habe ich in der Vergangenheit ja schon häufiger gebloggt.

Um euch einen kleinen Einblick in das geplante Buch zu geben, ist der Blurb aber ganz sicher zu gebrauchen.

Voilà:

Zahlen und Fakten bestimmen Melanie Brenners Leben seit jeher. Als sie unerwartet das Haus sowie das Kunsthandelsgeschäft ihrer Großtante Thea in Lichterhaven an der Nordseeküste erbt und außerdem noch das Sorgerecht für einen quirligen kleinen Hund, steht ihre Welt kopf. Thea hat nämlich bestimmt, dass Melanie, um das Erbe antreten zu dürfen, zunächst ein Jahr in Lichterhaven leben und sich um Geschäft und Hund kümmern soll.
Melanie muss sich darüber klar werden, was sie will.
Kann ihr der gutaussehende und charismatische Anwalt Alex Messner dabei helfen, den Thea als Testamentsvollstrecker eingesetzt hat? Oder hat die Großtante sich gar etwas dabei gedacht, ihn und Melanie aufeinandertreffen zu lassen? Fest steht, dass Melanie sich mehr von ihm angezogen fühlt, als ihr lieb ist.
Am Ende des Sommers steht sie schließlich vor der größten Entscheidung ihres Lebens, und dabei können ihr weder Zahlen noch Fakten helfen, sondern nur ein Blick in ihr Herz.

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Na, wie findet ihr das? Über Kommentare, Fragen usw. freue ich mich natürlich wie immer.

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