Noch immer bin ich nicht wieder in meinem normalen Arbeitsrhythmus angekommen. Manchmal gibt es im Leben Zeiten, in denen sich alles der Alltagsroutine zu widersetzen scheint. Man kann das natürlich auch als willkommene Abwechslung vom ewig gleichen Trott sehen. Was das Schreiben angeht, ist mir aber eine schöne Regelmäßigkeit lieber. Was die Sneak Peeks angeht ebenso, deshalb bekommt ihr heute auch wieder einen. Er schließt sich diesmal fast nahtlos (nicht ganz) an den von vergangener Woche an.

Viel Vergnügen!

Inzwischen hatte Luke sich das Handy geschnappt und seine Nummer ebenfalls in den Kontaktspeicher eingegeben. Danach hatte er sich selbst angerufen, um Michaels Nummer in sein eigenes Handy einzuspeichern. Jetzt fuchtelte er damit vor Briannas Nase herum. »Deine Nummer, Schätzchen. Wenn wir schon zusammenarbeiten müssen, will ich wenigstens wissen, wie ich dich erreichen kann.«
»Pass auf, dass nicht ich dich mal erreiche«, schnappte sie zurück. »Ich weiß inzwischen, wo du wohnst.«
»Brrr, jetzt hab ich aber Angst!« Er schüttelte sich übertrieben.
»Darfst du ruhig haben. Das mit dem Geld war ernst gemeint. Du schuldest mir was, Luke Tanner.« Sie riss ihm sein Mobiltelefon aus der Hand und gab ihre Nummer ein. Dann rief sie sich damit selbst an, um seine Nummer zu speichern. Danach stieß sie sein Handy so schwungvoll in seine Richtung, dass er es gerade noch zu fassen bekam, bevor es über die Tischkante hinausflog.
»Ich schulde dir überhaupt nichts. Du hast mit Elektronikteilen gehandelt, die für die verdammte NASA bestimmt waren!«
»Na und, sie hätten es verschmerzen können. Es waren schließlich keine geheimen Erfindungen.« Sie verschränkte die Hände auf dem Tisch.
»Das tut nichts zur Sache. Es waren hochsensible Komponenten …«
»Die mir ein Häuschen an der Côte d’Azur finanziert hätten.«
»Du sprichst ja nicht mal Französisch.«
»Na und? Ich hätte schon jemanden gefunden, der es mir beibringt.« Eingeschnappt starrte sie ihn an. »Es hätte ja auch ein Haus am Strand von Santa Monica sein können.«
»Und was hättest du dann dort gemacht?«
Sie schnaubte. »Was man in einem Haus so tut. Wohnen zum Beispiel.«
»Allein?«
Sie schielte zu Michael hin, der sich aus dem Disput wohlweislich heraushielt.
»Warum nicht? Viele Leute leben allein und sind glücklich.«
»Mhm.«
Mit einer anmutigen und überaus würdevollen Bewegung erhob sie sich. »Entschuldigt mich, ich muss los. Michael, ich melde mich, wenn es etwas über die Black Fence Gangster zu berichten gibt.«
»Danke, Bri«, rief er ihr hinterher, doch sie drehte sich nicht noch einmal um.
Luke stieß einen abgrundtiefen Seufzer aus. »Musste das sein, Michael? Kaum bist du in L.A. angekommen, schon machst du wieder mit ihr herum?«
»Ich mache nicht mit ihr herum.«
»Ach nein?«
»Sie hilft uns bei diesem Job, sonst nichts.«
»Mhm.«

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Über Fragen, Kommentare, Anregungen usw. würde ich mich wie immer sehr freuen.

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