Die Zeit schreitet irre schnell voran, mein Manuskript leider nicht ganz so, weil ich leider aus privaten Gründen immer wieder herausgerissen werde. Da allmählich die Zeit knapp wird, muss ich mich deshalb wieder mal in Schreibklausur begeben, was bedeutet, dass ihr in den sozialen Netzwerken und auch hier im Blog kaum etwas von mir hören werdet, zumindest bis Ende August (2026).

Damit euch das Warten nicht zu lang wird, habe ich euch noch mal einen Textschnipsel aus dem ersten Kapitel herausgesucht, in dem die beiden Hauptfiguren (und nein Adelina ist diesmal nicht ganz die Hauptfigur) erstmals aufeinandertreffen. Nun ja, zumindest erstmals in diesem Buch. Sie kennen sich nämlich schon, und sogar recht lange. Kennen ist allerdings nicht immer gleichzusetzen mit mögen … ;-)

Auch dem 1. Kapitel

»Na endlich! Bei der Heiligen Ursula und all ihren elftausend Jungfrauen, was treibst du denn so lange dort drinnen?« Die dunkle und hörbar aufgebrachte Männerstimme ließ Katharina heftig zusammenzucken. Erschrocken drehte sie sich um und sah, wie ein großer, schlanker Mann mit schulterlangem blondem Haar und sehr kurz geschorenem Oberlippen und Kinnbart sich von einem Mäuerchen neben der Eingangspforte der Burse erhob und auf Sie zutraf.
»Bastian!« Ihre Augen weiteten sich vor Verblüffung. »Was tust du denn hier?«
»Ich warte auf dich.«
»Was?« Irritiert runzelte sie die Stirn.
»Genauer gesagt darauf, dich nach Hause zu begleiten.« Er lächelte schmal. »Ich war heute ganz früh mit meinem Vater auf dem Weg zum Kloster Machabäern, mit dem wir Geschäfte treiben, als wir deinem Vater begegneten. Er erzählte uns, du wolltest in seinem Namen etwas hier in der Burse abgeben. Da Vater und ich uns gerade einig geworden waren, dass er das Kloster alleine beliefern würde, damit ich eine frühe Fähre nach Deutz hinüber erwische, denn dort warten ebenfalls Geschäfte auf uns, bot ich leichtsinnigerweise an, dich auf meinem Weg zum Markmannstor hier abzuholen und bis zum Alter Markt zu begleiten.« Sein Blick verfinsterte sich wieder. »Hätte ich geahnt, dass du dich eine halbe Ewigkeit nicht sehen lassen würdest, hätte ich meine Zeit nicht so großzügig abgetreten.« Eingehend musterte er sie von Kopf bis Fuß. »Sag, Jungfer Katharina, was hast du über zwei Stunden in dieser Studentenburse getrieben?«
»Getrieben?« Sein missbilligender Ton weckte auch in ihr Unmut, wie so häufig, wenn sie ihm begegnete, was glücklicherweise nicht allzu oft vorkam, da er und sein Vater fahrende Gewürzhändler waren, die nur vier- oder höchstens fünfmal im Jahr nach Köln kamen.
»Ja, getrieben.« Nun verschränkte er auch noch die Arme vor der Brust und baute sich wie ein gestrenger Vater oder vielmehr wie ein älterer Bruder vor ihr auf. »Wie soll man es sonst bezeichnen, wenn eine ehrbare Jungfer sich stundenlang unbeaufsichtigt in einer Burse voller Scholaren aufhält und«, er stockte kurz, »wer weiß was treibt.«
Sie verschränkte die Arme ebenfalls. »Ich habe überhaupt nichts getrieben, sondern …«
»Sondern?« Auffordernd wippte er auf den Fußballen auf und ab.
Sie holte Luft, hielt dann aber inne. Ihr kleines Geheimnis ging ihn überhaupt nichts an. »Ich musste warten, bis Magister von Gorkum seine Vorlesung beendet hatte.«

Und jetzt ihr!

Erzählt mir gerne, wie euch der Schnipsel gefallen hat und was ihr über die beiden oder auch insgesamt den bevorstehenden siebten Band der Adelina-Reihe denkt.

Ränke im Zollhaus

Petra Schier

Historischer Roman
Band 7 der Romanreihe Apothekerin Adelina
ca. 450 Seiten
Erscheint voraussichtlich am 02.11.2026
ISBN 978-3-96711-986-2
18,00 € / eBook 6,99 €

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