Damit euch das Warten nicht zu lang wird, habe ich euch noch mal einen Textschnipsel aus dem ersten Kapitel herausgesucht, in dem die beiden Hauptfiguren (und nein Adelina ist diesmal nicht ganz die Hauptfigur) erstmals aufeinandertreffen. Nun ja, zumindest erstmals in diesem Buch. Sie kennen sich nämlich schon, und sogar recht lange. Kennen ist allerdings nicht immer gleichzusetzen mit mögen … ;-)
Textschnipsel Nr. 1: Ränke im Zollhaus
Als der Pedell draußen die Stundenglocke schlug, zuckte Katharina regelrecht zusammen. Magister von Gorkum redete jedoch unbeirrt weiter, bis er mit seinen Ausführungen am Ende war. Erst dann gab er den Scholaren zu verstehen, dass sie aufhören durften, seine Worte mitzuschreiben. »Wiederholt diese weisen Worte des Petrus Lombardus, bis ihr sie verinnerlicht habt. Und vergesst nicht die heutige Übungsdisputation vor der Vesper. Wir disputieren heute die unsäglichen Auslegungen der Via Moderna der fehlgeleiteten Nominalisten. Hütet euch, Scholaren, vor den Irrtümern derer, die sich die Modernen nennen!«
Vom Mut, wie der Schmetterling zu sein
Bist du mutig? Ich meine jetzt nicht, dass du dich vielleicht traust, dich an einem Bungee-Seil in die Tiefe zu stürzen oder mit der schnellsten und wildesten Achterbahn zu fahren oder die schärfste Currysoße aller Zeiten zu essen. Nein, ich meine lebensmutig. Was soll das sein, fragst du? Das will ich dir erklären, denn ich […]

