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Reihjungen, Mailehen, Schlutgehen
Wenn man einen Roman mit dem Titel Der Hexenschöffe schreibt, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass der Hauptteil der Handlung sich um die Thematik der Hexenprozesse dreht. Das ist natürlich weitgehend richtig gedacht, und selbstverständlich habe ich Quellen um Quellen zu diesem Bereich der Geschichtsschreibung gewälzt. Ich wollte und will aber keine geschichtliche Abhandlung schreiben, kein Lehrbuch über die Vorgehensweise der Hexenkommissare, sondern einen Roman. In Romanen agieren Menschen, sie leben,…Weiterlesen→
Der Hexenschöffe – Fernab von Hebammen und Kräuterfrauen
Vor einigen Wochen stieß ich bei LovelyBooks auf eine historische Kolumne, in der eine Bloggerin ihren Unmut darüber äußerte, dass in historischen Romanen über das Thema Hexenverfolgung fast immer auf Stereotypen zurückgegriffen wird und dass sich die Geschichten um die angeklagten (meistens) Frauen allgemein sehr ähneln und oft wenig mit den wahren Begebenheiten um die Zaubereiprozesse zu tun haben. Ich habe nicht nur auf die Kolumne an Ort und Stelle…Weiterlesen→
Leichensektionen und Mordermittlungen im Mittelalter
Immer wieder werde ich von Lesern meiner Adelina-Serie gefragt, ob Leichensektionen im (späten) Mittelalter wirklich verboten waren und warum. Auch kommt immer wieder die Frage auf, wie denn nun die Ermittllungen bzw. die Beweisführung z.B. in einem Mordfall aussahen, weil man in jener Epoche ja noch nicht über die ausgefeilten Mittel verfügte, wie dies heute der Fall ist. Deshalb habe ich euch diese Themen hier einmal kurz zusammengefasst. Selbstverständlich kann…Weiterlesen→
Mittelalter-Rezept: Dörräpfel (ein Scheingericht)
Etwas aufwendiger, dafür aber der Hingucker auf jedem festlichen Büffet, sind die Dörräpfel, die mit Äpfeln so rein gar nichts gemein haben – abgesehen vom Aussehen. Es handelt sich um ein Scheingericht, das in England bereits im 15. Jahrhundert bekannt war. Erwähnt wird es bei Maredudd Angharad ferch Gwenhyfar, The Stewpot Period Culinary Guild (SCA) These Pommes Dorres are based upon three recipes from the Harleian MS 279 (c. 1420)…Weiterlesen→
Mittelalter-Rezept: Fleischfladen
Zwar ist noch immer Fastenzeit, doch nicht jeder hält sich heute so strikt daran wie die Menschen im Mittelalter. Deshalb stelle ich euch heute ein Rezept für sehr schmackhafte Fleischfladen vor. Erwähnt wird dieses Rezept bereits im 14. Jahrhundert in der Rezeptsammlung Das buoch von guoter spîse (93). Ein Fladen mit Fleisch Willst du einen Fladen mit Bauchfleisch machen, so koch es gar und hack es klein und misch geviertelte…Weiterlesen→
Europa im Mittelalter: Von Städten und Kathedralen
In meinen historischen Romanen, ganz besonders in Die Gewürzhändlerin, aber auch in der Aachen-Trilogie, erfahrt ihr eine Menge über Kaufleute, Handel, Geldwechsler usw. Tatsächlich wurden der uns heute so selbstverständliche Welthandel sowie das moderne Bank- und Versicherungswesen bereits im Mittelalter begründet. Die Dokumentation, die ich für euch in diesem Artikel verlinkt habe, befasst sich sehr anschaulich und spannend genau mit diesen Themen, aber auch mit der mittelalterlichen Stadt und den…Weiterlesen→
Mittelalter-Rezept: Kalbfleischklößchen
Seid ihr auch Fleischklößchen-Fans? Ich liebe sie in allen Variationen. So zum Beispiel auch die Kalbfleischklößchen nach einem deutschen Rezept aus dem 15. Jahrhundert. Sie passen zu Reis und auch Nudeln (Kartoffeln auch, aber das ist wenig mittelalterlich). Sie werden wahlweise gekocht oder gebraten und können mit diversen Soßen kombiniert werden. Erwähnt wird dieses Rezept in der Rezeptsammlung Alemannisches Buch von guter Speise (42), Anf. 15. Jh. Kügelchen aus Kalbfleisch…Weiterlesen→
Mittelalter-Rezept: Wintersuppe
Noch immer hält uns der Winer fest im Griff, was passt also derzeit besser als ein kräftiges Suppenrezept? Die Wintersuppe ist in Frankreich schon seit dem 14. Jahrhundert bekannt. Erwähnt wird sie in der Rezeptsammlung “Le Menagier de Paris” von ca. 1395. Das Rezept wurde von Redon, Odile u.a.: Die Kochkunst des Mittelalters, 2000, Panorama GmbH, ISBN: 978-3926642141 ins Neuhochdeutsche übersetzt und an heutige Kochgewohnheiten angepasst. Grave ou Seyme Grave…Weiterlesen→
Mittelalter-Rezept: Furmente
Rezepte für Furmente gibt es zuhauf, denn diese porridge-artige Speise aus Dinkel- oder Weizenkeimen oder -grütze war im gesamten Mittelalter und quer durch Europa sehr beliebt, sowohl als Hauptmahlzeit als auch als Beilage. Sehr viele dieser Rezepte sind herzhafter Natur, was unseren heutigen Essgewohnheiten nach ein wenig ungewöhnlich erscheint. Das vorliegende Furmente-Rezept ist gehört jedoch zu den Süßspeisen und kann deshalb zum Beispiel auch sehr gut als Dessert gereicht werden….Weiterlesen→
Mittelalter-Rezept: Kleine Igel
Wer glaubt, Fastfood und Fingerfood seien eine Erfindung des 20. Jahrhunderts, der irrt sich gewaltig. Schon im Mittelalter (und auch lange davor) haben die Menschen sich gerne auswärts etwas zu essen gekauft (wenn sie denn über das Geld dazu verfügten). Und natürlich wurden auch Feste gefeiert, bei denen es leckere Häppchen und Kleinigkeiten gab, die man mit den Fingern aß. So zum Beispiel auch die Kleinen Igel, die man unter…Weiterlesen→

