Es wird Zeit, diese Rubrik mit Leben zu füllen, denn was wäre wohl meine Lichterhaven-Reihe ohne Christinas Hundeschule und damit Christinas Know-How (sowie das ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter), wenn es um den Umgang mit unseren fellnasigen Schätzchen, den Hunden, geht? Ob einfache Grundbegriffe für die neuen Welpeneltern, Hundesport oder Ratschläge und tatkräftige Hilfe bei eher schwierigen oder komplizierten Hunde-Charakteren: Christinas Hundeschule ist die erste Anlaufstelle für Einheimische, aber auch Touristen in dem schönen Nordsee-Örtchen Lichterhaven.

Hier dreht sich also alles um diese Hundeschule, um die Tiere, die manchmal auch selbst zu Wort kommen (gedanklich, so wie in den Büchern) oder um deren Hundemamas und Hundepapas, Frauchen und Herrchen.

Zu Beginn wird Christina ihre Hundeschule selbst vorstellen. Hierzu habe ich euch eine kurze Leseprobe aus Band 1 der Lichterhaven-Reihe, Körbchen mit Meerblick, herausgesucht, in der Christina ihre Vision und ihre Träume für besagte Hundeschule zusammenfasst.

Körbchen mit Meerblick; aus dem 4. Kapitel

„Hundeschule?“ Überrascht hob Melanie den Kopf.

„O ja, ich habe vor anderthalb Jahren die erste Hundeschule in Lichterhaven eröffnet. Am liebsten würde ich auch noch eine Hundepension anschließen, aber das schaffe ich nicht alleine. Erfreulicherweise wächst mir die Arbeit nämlich inzwischen hin und wieder über den Kopf. Die nächste Hundeschule ist relativ weit weg und die Lichterhavener haben offenbar nur darauf gewartet, dass ich hier eine eröffne.“

„Das klingt ja spannend.“ Und so fern von allem, womit Melanie normalerweise zu tun hatte.

 „Das ist es auch. Hunde sind faszinierende Tiere und unsere besten Freunde. Ich habe sie schon immer geliebt und arbeite fast lieber mit ihnen als mit ihren Herrchen und Frauchen. Na ja, zumindest, wenn es unbelehrbare Zweibeiner sind. Zum Glück sind die meisten hier durchaus lernfähig und nett.“

„Du bildest also nicht nur die Hunde aus, sondern deren Halter gleich mit.“

„O ja, das ist ganz wichtig. Schließlich muss der Besitzer dann mit dem Hund nicht nur auskommen, sondern sich auch als Rudelführer verhalten. Außerdem ist eine solche Ausbildung auch für die Bindung sehr förderlich und wichtig. Ich habe mich allerdings auch im Bereich Therapiebegleithunde weitergebildet und werde demnächst noch weitere Lehrgänge in diese Richtung absolvieren. Mittlerweile darf ich schon Schulbegleithunde ausbilden und auch Therapiebegleithunde für ADHS-Patienten und Epileptiker. Irgendwann will ich das auch auf Blindenhunde ausweiten.“

„Liebe Güte, und ich dachte, in einer Hundeschule lernen die Tiere Sitz und Platz und so was.“ Melanie war beeindruckt von der Leidenschaft, mit der Christina von ihrem Beruf sprach.

„Das gehört zum Grundgehorsam. Damit fangen wir an und viele Hunde kommen auch nicht darüber hinaus. Vielleicht mal abgesehen von ein bisschen Hundesport. Ist auch nicht weiter schlimm, Hauptsache, sie kommen mit ihren Herrchen und Frauchen und deren Umfeld ohne Probleme klar … und umgekehrt. Aber wirklich interessant für mich wird es erst bei Hunden, die für eine spezielle Aufgabe ausgebildet werden sollen. Ich bin auch schon mit den Jagdreviermeistern der Umgebung im Gespräch, weil ich gerne auch irgendwann einen Kollegen einstellen möchte, der sich mit der Ausbildung von Jagdhunden auskennt.“

„Da hast du ja einiges vor.“

 „Das alles wollte ich schon immer.“ Christina grinste. „Na ja, damals, als wir zusammen gespielt haben, träumte ich noch davon, Tierärztin werden. Wie vermutlich jedes zweite Mädchen aus meiner Klasse. Aber dann habe ich herausgefunden, dass man da lauter Sachen lernen muss, die ich entsetzlich finde. Vor allem entsetzlich langweilig. Luisa hingegen ist begeistert von ihrem Studium. Ich bin sicher, dass sie mal eine ganz ausgezeichnete Tierärztin wird. Wir überlegen schon, ob sie ihre Praxis dann gleich in der Nähe meiner Hundeschule einrichten soll. Das wäre doch irgendwie praktisch. Vielleicht wird daraus mal ein Tierausbildungs-, Heil- und Therapiezentrum. Das wäre wirklich mein Traum.“

Da konnte Melanie nicht mithalten. Ihr Job war nie eine Herzensangelegenheit gewesen, sondern das, was sie einfach besonders gut konnte. Sie hatte hart gearbeitet, um ihre jetzige Position zu erreichen, aber die Begeisterung, die Christina an den Tag legte, war ihr fremd. Vielleicht, weil sie weniger emotional veranlagt war und ihren Beruf nicht als Berufung ansah. Die Frau, die ihr gerade gegenübersaß tat das aber ganz eindeutig. Vorsichtig wechselte Melanie das Thema. „Bei so viel Engagement bleibt für eine Familie bestimmt wenig Zeit.“

„Wenig? Gar keine!“ Christina lachte auf. „Aber ehrlich gesagt lege ich es jetzt auch nicht wirklich darauf an. Ich möchte zwar irgendwann mal eine Familie, aber ich will auch tun und lassen können, wonach mir der Sinn steht. Abgesehen davon sehen die meisten Männer, denen ich bisher begegnet bin, meinen Beruf und vor allem die Hunde irgendwann als Konkurrenz an oder sogar als Bedrohung. Darauf kann ich gut verzichten. Wenn ein Mann meine Liebe für die Tiere nicht verkraftet, soll er bleiben, wo er ist.“ Sie trank ihren Tee aus und stellte die Tasse geräuschvoll auf den Tisch, wie um ihre Aussage zu untermalen.

Nun seid ihr dran!

Gibt es Themen, die euch hier in der Rubrik “Christinas Hundeschule” besonders interessieren? Was möchtet ihr hier besonders gerne (und oft) lesen?

Schreibt mir eure Anregungen in die Kommentare!

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