Ganz kürzlich hat uns eine sehr schöne Nachricht erreicht, auf die wir bereits mit Spannung gewartet haben. Mein Schwager und seine Frau sind zum zweiten mal Eltern geworden. Damit hat der kleine Benjamin nun ein Brüderchen namens David. Zu diesem Anlass habe ich euch unten dann auch das entsprechende Foto eingestellt, aber natürlich ohne Geburtsdatum.

Damit ist mein Mann nun zweifacher Onkel und ich bin, wenn in dem Fall auch angeheiratet, zum … Moment mal … ich muss nachzählen. Also insgesamt bin ich nun zum zwölften Mal Tante geworden. Ja, ja, meine Familie ist fruchtbar. Und so richtig kunterbunt, denn meine älteste Nichte ist gerade mal sieben Jahre jünger als ich und hat selbst bereits zwei Kinder, die schon recht groß sind. Ich bin also auch schon Großtante. Man sollte es kaum glauben. Das kommt davon, wenn man als Nesthäkchen geboren wird. ;-) Tja, und der jüngste Neuzuwachs ist gerade erst “geschlüpft”. Dazwischen liegen Jungs und Mädels im Alter knapp zwei bis vierunddreißig Jahren. Wenn das nicht eine moderne Großfamilie ist …

Heute gibt es also nur einen kurzen Feier-Beitrag in den Montagsfotos, mit dem ich den neuen Erdenbürger herzlich willkommen heißen möchte.

Wisst ihr, was mich immer wieder überrascht? Ich habe ja selbst keine Kinder und auch eher wenig (sehr wenig, wohnen alle zu weit weg) Kontakt zu meinen Nichten und Neffen oder überhaupt zu Kindern. Dennoch kommen natürlich in meinen Romanen stets auch Kinder vor und immer wieder erhalte ich Leser:innen-Feedback, dass ich die Kinder so lebensnah und echt beschreiben würde. ich freue mich sehr über dieses Kompliment, bin aber eben auch jedes malverblüfft, dass ausgerechnet Kinderfiguren mir offenbar gut liegen. Wie das wohl kommen mag?

Nun gut, jede Figur, die man als Autorin ins Leben ruft, setzt ein gutes Maß an Recherche und Empathie voraus. Letztere vielleicht sogar noch mehr, denn man kann viel recherchieren, aber wenn man es dann nicht mit Herz und Gefühl umsetzen kann, bleibt die Figur trotzdem blass. aber gerade Kinder, zu denen ich ja eher abstand habe als Nähe? Oder liegt es gerade daran? Ich beobachte natürlich gerne und erinnere mich auch beim schreiben intensiv daran, wie ich selbst als Kind gewesen bin oder was ich damals beobachtet, gehört, gesehen und empfunden habe.

Und was mir auch immer wieder auffällt: Kinder beobachten mich. Schon wenn sie noch in der Wiege liegen, sehen sie mich ganz oft sehr intensiv und lange an, selbst wenn oder vielleicht gerade weil ich mich nicht sofort auf sie stürze und sie unbedingt betüddeln und mich mit ihnen abgeben muss oder will. Ich habe auch schon mal versucht herauszufinden, ob andere Erwachsene in meiner Umgebung ebenso angeschaut werden, aber irgendwie nicht. Das ist übrigens bei Fremden Kindern genauso wie bei denen aus meiner Familie. selbst im Supermarkt kann es mir passieren, dass mich ein Kind im Kinderwagen oder im Kindersitz des Einkaufswagens hochinteressiert anschaut. Niemanden sonst ringsum, selbst wenn der Laden voll und die Kassenschlange lang ist. Bloß mich. Was die Kinder dann wohl sehen mögen? Meistens sind die ja noch zu klein, als dass man sie fragen könnte. Und/oder man macht das dann halt in so einer Situation nicht.

Vielleicht finde ich es ja eines Tages noch heraus. Vielleicht bleibt es auch ein Geheimnis. Ich freue mich jedenfalls für die frischgebackenen Eltern und wünsche ihnen und den beiden Jungs alles erdenklich Gute.

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