Kennt ihr sie auch? Solche Tage, an denen man so richtig knatschig ist und sich am liebsten einfach nur die Decke über den Kopf ziehen möchte, um nichts mehr mitzubekommen? Manchmal ereilt mich diese Stimmung gänzlich ohne Grund. Sogar bei bestem Wetter und Sonnenschein. Nun ja, wie man auf dem heutigen Montagsfoto (oben) sieht, lässt die Sonne heute hinsichtlich ihrer Anwesenheit etwas zu wünschen übrig. Aber am Wetter liegt es nicht. Ich bin einfach genervt, unzufrieden und habe, wie man so schön sagt, keinen Bock. Auf nichts!

“Lasst mich alle in Ruhe!”, möchte ich am liebsten laut schreien, um mich als Nächstes irgendwo in ein stilles Eckchen zu verkrümeln und zu warten, bis diese Stimmung vorübergezogen ist. Das kann mehrere Stunden dauern, manchmal einen ganzen Tag, manchmal aber auch nur zwanzig Minuten.

Sehr häufig (wenn auch nicht ausschließlich) tritt dieses Gefühl montags auf. Hallooo! Montags! Deshalb schreibe ich heute auch darüber. Ich befinde mich nämlich gerade in dieser Phase und habe eigentlich auch keine Lust, diesen Artikel zu schreiben. Tue ich aber trotzdem, denn wenn ich eines als freie Autorin gelernt habe, dann meinem inneren Schweinehund den Vogel zu zeigen, wenn er sich allzu sehr danebenbenimmt. Andernfalls würde ich wohl kaum jemals ein Buch fertig stellen.

Meine Muse hat sich übrigens auch in ihren Schmollwinkel zurückgezogen und lässt sich nicht bitten, daraus hervorzukommen. Sie fühlt mit mir, wie es scheint. Dabei muss ich heute noch dringend ein Exposé für meine Lektorin bei HarperCollins fertigstellen. Werde ich auch. Trotz Null-Bock-Stimmung.

Aber lästig ist das schon, oder? An solchen Tagen kann ich mich selbst nicht ausstehen und würde mich sogar manchmal gerne selbst ohrfeigen. Bringt aber nix.

Zum Glück kommen diese Verstimmungen bei mir nicht zu oft vor. Einmal im Monat, was auch zyklische Beeinflussung schließen lassen könnte. Vielleicht liegt es aber auch an negativer Aufladung, die ich irgendwo versehentlich aufgeschnappt habe. Vielleicht doch an den Hormonen. Vielleicht an … was auch immer. Sicher ist: Das geht wieder vorbei. Hoffentlich schnell. Bis dahin werde ich vermutlich meine Mittagspause in meinem Schneckenhaus verbringen, mich einigeln und einfach akzeptieren, dass es auch mal miese Tage gibt. Obwohl der Tag an sich ja gar nichts dafür kann.

Was macht ihr, wenn ihr so einen Bäh-Tag erlebt? Habt ihr ein Geheimrezept dagegen oder sitzt ihr ihn einfach aus?

Haus einer Weinbergschnecke, versteckt hinter Gräsern

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