Viel fehlt nicht mehr, bis das achte Abenteuer unseres ungleichen Ermittlerduos beendet ist. Momentan stecke ich mitten im Finale und Showdown. Ihr bekommt aber heute als Sneak Peek erst einmal noch ein bisschen vom Anfang der Geschichte Stille Nacht, tödliche Nacht zu lesen. Viel Spaß!

»Guten Abend, Janna. Was treibt dich denn hierher?«, fragte Markus so ausgesprochen munter, dass Janna im ersten Moment die Stirn runzelte. So kannte sie ihn gar nicht. Doch dann begriff sie. Offenbar saß er nicht ganz freiwillig mit Alexa zusammen, die gerade ihre Hand besitzergreifend auf seinen Arm gelegt hatte und mit einem katzenhaften Lächeln zu ihr aufsah.

»Ja, so eine Überraschung. Damit hatten wir gar nicht gerechnet. Setzen Sie sich doch kurz zu uns, Janna.«

»Danke, gerne«, log Janna mit einem bemüht ungezwungenen Lächeln.

»Feiern Sie heute nicht mit Ihren Kindern?«, fragte Alexa und maß sie mit eindringlichen Blicken.

»Das Familienprogramm ist schon durch«, antwortete Janna. »Die Zwillinge schauen mit meinen Eltern und meinen Geschwistern zusammen Kevin allein zu Haus, und da dachte ich … Na ja, ich wollte mich bei dir für das Geschenk bedanken«, wandte sie sich an Markus. »Du hättest dich aber ruhig bemerkbar machen können.«

Zum ersten Mal sah sie in seinen Augen so etwas wie Verlegenheit aufflackern, doch er hatte sich augenblicklich wieder im Griff und zuckte lächelnd die Achseln. »Ich wollte nicht stören.«

»Du warst heute schon in Rheinbach?« Überrascht blickte Alexa ihn an. »Sieh an, sieh an. Ich dachte, ihr beiden wäret nicht …« Sie wedelte bedeutsam mit den Händen.

»Nein, sind wir auch nicht.« – »Wir sind nicht …«

Janna und Markus hatten gleichzeitig gesprochen und lachten. Markus übernahm das Wort: »Janna hatte mir ein Päckchen mit Plätzchen geschickt, und da dachte ich, ich revanchiere mich und bringe ihr schnell eine Kleinigkeit vorbei. Ich hatte ja sonst heute nicht viel vor. Das war es eigentlich schon.«

»Und jetzt reist sie dir hierher nach?« Alexa bedachte erst ihn, dann Janna mit einem bezeichnenden Blick. »Ganz schön viel Aufwand für ein paar Kekse und … was auch immer du ihr geschenkt hast. Aber ihr müsst ja wissen, was ihr tut.«

In diesem Moment trat Brian, einer der beiden Inhaber des HellHoles an den Tisch und lächelte Janna freundlich an. Sein Name war in gut lesbaren Lettern auf seinem weißen Hemd aufgestickt. »Guten Abend, die Dame. Was darf ich Ihnen denn bringen?«

Janna sah ihn dankbar an. Alexas Gestichel war ihr peinlich und die Unterbrechung dementsprechend willkommen. Überrascht stellte sie fest, dass es sich bei Brian wohl um einen waschechten Iren handelte. Zumindest wirkte er mit seinen rabenschwarzen Haaren und den leuchtend blauen Augen ausgesprochen irisch. Er war schlank und hochgewachsen und alles in allem sehr attraktiv. »Eine Limo, bitte.«

»Sehr wohl, die Dame.« Brian hob den Kopf und rief über die Schulter: »Schatz, eine Limo für die rothaarige Schönheit!«

»Kommt sofort«, antwortete der Mann hinter der Theke, bei dem es sich um Michael handelte, wie der Schriftzug auf seinem Hemd angab. Er war Brians Lebensgefährte. Janna wusste vom Hörensagen, dass die beiden seit über zehn Jahren ein Paar waren und genauso lange den Pub führten. Michael war etwa einen halben Kopf kleiner als Brian und ebenso schlank. Sein dichtes blondes Haar reichte ihm in gepflegten Wellen bis auf die Schultern, sein sauber kurzgehaltener Oberlippenbart umrahmte seinen Mund und vereinigte sich nach unten hin zu einem modischen Kinnbärtchen. Auch er war ein Bild von einem Mann. Janna konnte nicht umhin zu bemerken, dass die beiden ein sehr schönes Pärchen abgaben.

»Markus, mein Freund, wo treibst du eigentlich immer wieder diese wunderschönen Frauen auf?«, fragte Brian und zwinkerte Janna zu. »Ich hoffe, meine Liebe, Sie machen nicht den Fehler, diesem Tunichtgut zu Füßen zu liegen. Damit heimsen Sie über kurz oder lang nur ein gebrochenes Herz ein.«

Janna konnte nicht anders, als sein ansteckendes Lächeln zu erwidern. »So etwas käme mir nie in den Sinn«, sagte sie und bemühte sich, nicht zu Markus hinzusehen.

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Über Fragen, Anregungen, Kommentare von euch freue ich mich natürlich immer!

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O du tödliche Weihnachtszeit

So hatte sich Janna Berg das Weihnachtsfest nicht vorgestellt! Da sie sich seit ihrem letzten gemeinsamen Abenteuer etwas besser verstehen, besucht sie ihren Geheimdienst-Partner Markus Neumann am Heiligen Abend in dem kleinen Irish Pub HellHole, um ihm ein wenig Gesellschaft zu leisten. Leider ist die Agentin Alexa auf die gleiche Idee gekommen, was der weihnachtlichen Stimmung nicht unbedingt förderlich ist. Zu allem Überfluss wird Alexa dann auch noch vor Jannas Augen von einer Gruppe verkleideter Weihnachtsmänner entführt.
Janna und Markus nehmen die Verfolgung auf und finden heraus, dass die Geiselnehmer zu einer gewaltbereiten Neonazi-Gruppierung gehören, gegen die Alexa einige Monate zuvor im Auftrag des BKA undercover ermittelt hat. Allem Anschein nach soll der Anführer der Gruppe im Austausch gegen die Agentin freigepresst werden.
Das Versteck der Entführer ist bald gefunden, doch dann fallen Schüsse, und plötzlich steht Janna ganz allein da …

PlatzhalterSpioninStille Nacht, tödliche Nacht
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Erscheint Mitte Dezember 2014!

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