Oookay, dieses Mal will mich die “Konkurrenz” offenbar richtig ärgern. Kurz vor Weihnachten aktivieren die Verlage alles, was sie an Weihnachtstiteln haben, darunter auch mehrmals O du tödliche. Nun könnte man argumentieren, dass es dann ja nicht so schlimm ist, wenn gleich mehrere Verlage diesen Titel nutzen. Das bedeutet dann aber auch, dass man in der “Masse” untergeht. Darauf kann ich verzichten. Ich werde jetzt einen Trick anwenden (sozusagen) und den Titel für meine Weihnachtsepisode noch einmal geringfügig abwandeln. Verraten werde ich ihn euch aber erst, wenn das Buch erscheint. Und wehe, jemand kommt jetzt noch kurzfristig auf den gleichen Gedanken! Aber nein, das glaube ich nicht. Dann hätte das Buch jetzt ja schon erscheinen müssen. Sicherheitshalber habe ich jetzt auch noch Titelschutz angemeldet.

Doch das sind alles gar nicht eure Probleme. Ihr möchtet lieber noch einen Sneak Peek lesen, und den will ich euch auch nicht vorenthalten.

Bitte sehr:

Als sie in Sichtweite des Jägerhäuschens kamen, knipste Markus die Lampe wieder aus, denn vor dem Haus parkten zwei Wagen, deren Scheinwerfer eingeschaltet waren.

»Das ist der Van, mit dem die Weihnachtsmänner Alexa weggebracht haben.« Janna ließ sich erneut von Markus hinter ein Gebüsch ziehen. »Und da sind sie, schau! Die Weihnachtsmänner.«

Tatsächlich waren im Scheinwerferlicht mehrere Gestalten zu erkennen. Einer der Männer und eine Frau steckten in den roten Weihnachtsmann-Mänteln. Der Mann trug sogar noch seinen Rauschebart. Die Frau hatte Mütze und Bart abgelegt, sodass ihr blondes, zu einem Pferdeschwanz gebundenes Haar einen merkwürdigen Kontrast zu ihrer Verkleidung bildete.

»Sie laden Kartons vom Van in diesen SUV.« Markus gab ihr ein Zeichen, ihm im Schatten des Gebüschs zu folgen. Er pirschte sich näher an den Ort des Geschehens heran. »Da ist Alexa!«

Janna sah ebenfalls, wie die beiden bärtigen Weihnachtsmänner die offenbar noch immer betäubte Agentin zu dem SUV trugen und auf der Rückbank ablegten.

Markus blieb abrupt stehen und zückte seine Waffe.

»Was hast du vor?« Verunsichert fasste sie ihn am Arm. »Sollten wir nicht jemandem Bescheid geben und Verstärkung anfordern?«

»Das sollten wir.« Er reichte ihr sein Handy. »Hier, schick eine SMS an meinen Vater und gib ihm unsere Position durch, und danach ruf im Institut an. Das Passwort für die Zentrale ist …«

»Stockfisch. Ich weiß.« Janna klickte sich bereits mit leicht zittrigen Fingern durch das Menü des Smartphones.

»Und nimm den hier auch.« Markus zog den Zündschlüssel seines Wagens aus der Hosentasche.

»Wozu?« Verwundert nahm Janna den Schlüssel entgegen.

»Damit du allein zurückfahren kannst. Wenn das Team eintrifft, kann es möglicherweise drunter und drüber gehen. Ich will, dass du dich dann sofort aus dem Staub machst und zum Wagen zurückkehrst. Fahr zu meiner Wohnung und warte dort oder tausch die Autos und fahr nach Hause. Alles andere ist zu gefährlich für dich.«

»Okay.« Mit einem mulmigen Gefühl steckte Janna den Schlüssel ein und wandte sich erneut dem Smartphone zu, um die SMS zu verfassen. Dabei schoss ihr ein unangenehmer Gedanke durch den Kopf und verursachte ihr eine Gänsehaut. »Markus?«

»Ja?«

»Mir ist da gerade etwas aufgefallen. Wo ist eigentlich …«

Das deutlich vernehmbare Klicken einer Pistolensicherung ließ sie erstarren. Sie schluckte hart. »… der dritte Weihnachtsmann.«

»Wen haben wir denn da? Ihr zwei Hübschen seid aber kein Pärchen auf einem romantischen Nachtspaziergang.« Unbemerkt war der dritte verkleidete Weihnachtsmann von hinten an sie herangeschlichen. »Gehört ihr zu der blonden Verräterin? Das wird meinem Boss aber gar nicht gefallen.« Er winkte mit der Pistole. »Los, bewegt euch.«

Erschrocken blickte Janna von der Waffe zu Markus, in dessen Miene eine ausdruckslose Kälte lag, die sie bereits früher an ihm beobachtet hatte, wenn sie in brenzlige Situationen geraten waren. Er ging ein paar Schritte rückwärts, ließ sie dabei nicht aus den Augen.

Jannas Herzschlag raste vor Angst. Sie spürte, dass Markus etwas vorhatte, denn sein Blick glitt von ihr zu dem falschen Weihnachtsmann und wieder zurück. Dann machte er eine fast unmerkliche Bewegung mit dem Kinn in die Richtung, aus der sie gekommen waren.

Ihr Blick wanderte automatisch ebenfalls dorthin. In diesem Moment schnellte sein Fuß hoch und traf den Weihnachtsmann in der Seite. »Lauf, Janna!« Markus stürzte sich auf den Verkleideten. Ein Schuss löste sich.

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Über Fragen, Anregungen, Kommentare von euch freue ich mich natürlich immer!

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Wasserstandsmeldung: Buchprojekte 2014 (Stand 14. Oktober)

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So hatte sich Janna Berg das Weihnachtsfest nicht vorgestellt! Da sie sich seit ihrem letzten gemeinsamen Abenteuer etwas besser verstehen, besucht sie ihren Geheimdienst-Partner Markus Neumann am Heiligen Abend in dem kleinen Irish Pub HellHole, um ihm ein wenig Gesellschaft zu leisten. Leider ist die Agentin Alexa auf die gleiche Idee gekommen, was der weihnachtlichen Stimmung nicht unbedingt förderlich ist. Zu allem Überfluss wird Alexa dann auch noch vor Jannas Augen von einer Gruppe verkleideter Weihnachtsmänner entführt.
Janna und Markus nehmen die Verfolgung auf und finden heraus, dass die Geiselnehmer zu einer gewaltbereiten Neonazi-Gruppierung gehören, gegen die Alexa einige Monate zuvor im Auftrag des BKA undercover ermittelt hat. Allem Anschein nach soll der Anführer der Gruppe im Austausch gegen die Agentin freigepresst werden.
Das Versteck der Entführer ist bald gefunden, doch dann fallen Schüsse, und plötzlich steht Janna ganz allein da …

PlatzhalterSpioninO du tödliche (Arbeitstitel)
Fall 8 für Markus Neumann und Janna Berg
Mila Roth
Taschenbuch, 196 Seiten, ISBN 978-3-734730-02-3
6,99 Euro
eBook (Kindle, EPUB), ISBN EPUB 978-3-956090-189-8
2,99 Euro

Erscheint Mitte Dezember 2014!

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