Kennt ihr das auch, wenn sich eure Gedanken in eurem Kopf ansammeln, immer mehr zu werden scheinen und sich dann total miteinander verwirren und verknoten, bis ihr gar nicht mehr wisst, was ihr (zuerst) denken sollt? Oder an was?

Mir geht es manchmal so, vor allem natürlich in besonders stressigen Zeiten. Heute zum Beispiel saß ich ziemlich lange vor dem PC und habe überlegt, was ich überhaupt heute zu den Montagsfotos schreiben soll. Mir fällt nichts ein! Dabei ist mein Kopf voll von Gedanken. Sie drehen sich um mein aktuelles Manuskript, in dem ich ärgerlich hinterherhinke, um das nächste und übernächste Buch, um den Haushalt, der unter meiner vielen Arbeit dauernd leidet, um den nächsten Wocheneinkauf, den ich irgendwo noch reinquetschen muss, um meinen nächsten Friseurbesuch, den ich nicht mehr lange aufschieben sollte, um neue Kleider, die ich nach dem Ausmisten meines Kleiderschranks nun dringend anschaffen sollte, die Sachspenden, die in unserer Kirche lagern und jetzt glücklicherweise einen Abnehmer gefunden haben, der oder vielmehr die, es sind Vater und Tochter, die Sachen an Betroffene an der ganzen Ahr verteilen. Meine Gedanken drehen sich aber auch um noch andere Dinge. Darum, dass ich so gerne die neuen Folgen von “Sex Education” auf Netflix am Stück schauen würde, aber leider nie genügend Zeit habe, um meine neuen Hörbücher zur Spionin wider Willen, auf die ich schon sooo gespannt bin, um meine Mama, die ich gerne öfter als nur ungefähr alle zehn Tage besuchen würde, aber auch hier hapert es am Zeitfenster. Ich denke auch an meine eigene Spendenaktion mit den Bücherauktionen, in die ich in Kürze auch andere Autor:innen mit einbeziehen möchte, um meinen Vorgarten, in dem das Unkraut wuchert, meine Wäsche, die sich immer wieder in Wäschekörben türmt, um die Location für ein Lesungsvideo, das HarperCollins im November mit mir drehen will …

Viele, viele, viele Gedanken, aber nicht einer davon bleibt lange genug, dass ich ihn weiter bedenken oder über ihn einen eigenen Montagsfoto-Post verfassen wollte oder könnte. Deshalb bleibt es heute bei diesem verworrenen Gedankenknäuel, das ich jetzt einfach mal so stehen lasse, wie es ist. :-)

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