Das zweite Montagsfoto habe diesmal nicht ich geschossen, sondern mein Mann Paul gestern auf seinem Hundesonntagsspaziergang. Er hat ein wunderbares Auge für Motive, deshalb habe ich ihn gebeten, mir dieses Foto für meinen heute recht kurzen Beitrag zur Verfügung zu stellen.

Scrollt einfach mal runter zu dem Foto und seht es euch an. Nicht nur einen Moment, sondern mindestens eine Minute lang. Vielleicht sogar zwei. Oder drei. So lange ihr möchtet.

Was geht euch dabei durch den Kopf?

Woran denkt ihr bei diesem Anblick spontan?

Wohin wandern nach einer Weile eure Gedanken?

Erzählt mir doch einfach mal davon!

Vielleicht kommen euch Wörter in den Sinn, ein Gedicht vielleicht oder ein Lied? Oder gar eine Geschichte?

Mir geht das oft so, wenn ich ein Foto wie dieses betrachte und mich mal für eine Weile “hineinfallen” und es auf mich wirken lasse. Ich frage mich, warum diese alte Bank so zugewuchert ist. Warum niemand sich die Mühe macht, sie von dem Rankwerk der Natur zu befreien. Dann überlege ich, wer vielleicht in der Vergangenheit schon alles dort gesessen haben mag. Und so weiter. Und je länger ich die Gedanken schweifen lasse, desto mehr Ideen und mögliche Geschichten strömen auf mich ein, wirbeln umeinander, ziehen auch oft einfach weiter. Aber manchmal kommt es auch vor, dass ein Gedanke, eine Idee, eine Geschichte hängenbleibt und den Keim für einen neuen Roman bildet.

Denn Geschichten, so meine Erfahrung, lauern oftmals im Verborgenen, manchmal kaum erkennbar, manchmal auch nur teilweise, so wie diese alte Bank. Man muss sich nur die Zeit nehmen, sie hervorzulocken, ihnen Raum geben, sich zu entfalten. Nicht immer wird gleich ein Roman daraus, aber das muss ja auch nicht sein. Den Gedanken und Geschichten, die im Verborgenen zu finden sind, eine Chance zu geben, ans Licht zu gelangen, kann auch ganz einfach entspannend sein und Spaß machen.

Versucht es auch mal!

Foto: Paul Schier

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