
Diesen Blogartikel anhören (vorgelesen von Petra Schier):
Der Countdown bis zum Erscheinungstermin meines neuen Romans Morgensonnenglück läuft! In einigen Buchhandlungen ist das Buch vielleicht sogar schon zu haben, denn die Auslieferung hat bereits begonnen. Deshalb wird es Zeit für einen weiteren Textschnipsel.
Heute möchte ich euch gerne Cookie vorstellen, das ist die gleichermaßen liebenswerte wie ungewöhnliche Hündin des männlichen Protagonisten Raik. Ja, eine Hündin, so ganz ohne kann ich eben doch nicht, auch wenn sie in diesem fall nicht gedanklich ihren Senf dazugeben wird. Mögen werdet ihr sie hoffentlich trotzdem.
Aus dem 3. Kapitel
»Cookie, da bist du ja. Hast du endlich ausgeschlafen?«
»Cookie?« Verwundert drehte Holly sich ebenfalls um und stieß einen erstickten Laut aus, als sie den großen Hund auf sich zukommen sah. Zumindest glaubte sie, dass es sich um einen Hund handelte. Eine Hündin wohl eher dem Namen nach. Das Tier war seltsam hochbeinig, das grau-schwarz-weiß gescheckte Fell weich und irgendwie plüschig, der Kopf erinnerte ein wenig an einen Bären mit großen Schlappohren. »Was … ist das?«
Raik lachte, und der rauchige Ton verursachte ihr eine Gänsehaut. »Mein Hund. Pardon, Hündin natürlich. Sie ist zweieinhalb Jahre alt. Du bist ihr noch nie begegnet, oder? Wenn wir uns in den vergangenen Jahren mal kurz gesehen haben, war sie, glaube ich, nie dabei.«
»Sie ist riesig.« Tatsächlich reichte Cookies Kopf fast an Hollys Hüfte. »Und ungewöhnlich.«
»Danke, dass du sie nicht hässlich genannt hast.«
Empört wandte Holly sich ihm zu. »Sie ist doch nicht hässlich! Nur …«
»… ungewöhnlich, ich weiß.« Wieder lachte Raik. »Sie ist aus der nicht standesgemäßen Liebschaft eines Huskyrüden mit einer weiblichen Deutschen Dogge hervorgegangen und der einzige Welpe. Ich habe sie vor dem Tierheim gerettet, als sie drei Monate alt war.« Inzwischen war Cookie nähergekommen und schnupperte schwanzwedelnd an Holly. »Wir haben vorhin einen kleinen Ausflug mit Majesto gemacht. Danach war sie k. o. und hat eine Runde im Stroh geschlafen.«
»Sie war von einem Spaziergang k. o.?« Irritiert musterte Holly die Hündin. Majesto war ein Fuchswallach, mittlerweile um die siebzehn Jahre alt, den Raik vor fünfzehn Jahren von einem Gnadenhof übernommen hatte, auf den das Tier kurz zuvor von den Behörden gebracht worden war. Majesto stammte von einem verwahrlosten Hof und war möglicherweise auch misshandelt worden. Anfangs war er extrem scheu und unberechenbar gewesen und hatte sich vehement zur Wehr gesetzt, geritten zu werden. Inzwischen war er ruhiger geworden, wenn auch seine Scheu nie gänzlich verschwunden war, außer Raik gegenüber, der sich, wie sie aus Erzählungen ihres Großvaters wusste, intensiv mit ihm beschäftigt hatte und es offensichtlich nach wie vor tat.
»Sind Huskys nicht für ihre Ausdauer bekannt?« Holly wandte sich wieder Raik zu, der belustigt grinste.
»Huskys ja, Doggen nicht so zwangsläufig.« Er tätschelte Cookies Kopf und Hals. »Meine Prinzessin hier ist die klassische Abenteurerin … für maximal eine Viertelstunde. Die restliche Zeit hört sie mehr auf ihren zweiten Vornamen: Couch-Potato.«
Fast hätte auch Holly gelacht. »So eine bist du also, Cookie?«
Als die Hündin ihren Namen hörte, wedelte sie erneut mit der Rute und stupste Holly mit der Nase an. Holly streichelte sie am Rücken, und prompt lehnte die große Hündin sich mit ihrem ganzen Gewicht an sie.
»Ich hätte dich vielleicht warnen sollen.« Raik grinste noch breiter. »Ihr dritter Vorname ist Schmusebacke. Zumindest bei Menschen, die sie mag. Sie hat in dieser Hinsicht ein ausgezeichnetes Gespür.«
»Tatsächlich.« Wieder wusste Holly mit dem, was er sagte, nichts anzufangen. Möglicherweise, weil er so nett zu ihr war. Daran war sie nicht gewöhnt. Außerdem musste sie sich energisch daran erinnern, dass sie nicht mehr die schüchterne Teenagerin war, sondern eine erwachsene, selbstbewusste Ärztin. Mit Doktortitel. Nun ja, das Wörtchen selbstbewusst setzte sie nach wie vor lieber in Klammern. Zumindest, wenn es um ihr Privatleben ging. In ihrem Beruf hatte sie schnell gelernt, sich durchzusetzen, sich Gehör zu verschaffen und auch mit schwierigen Menschen diplomatisch, aber bestimmt umzugehen.
»Ja. Weshalb sollte sie dich nicht mögen?« Raik warf einen Blick auf seine Armbanduhr. »Ich will noch ein bisschen mit Osiris ausreiten. Cookie, schau nicht so entgeistert. Du musst nicht mitkommen.« Er wandte sich wieder an Holly. »Sie wartet immer entweder im Auto oder in Osiris’ Box, bis wir wieder zurück sind. Oder darf sie bei dir bleiben? Sie scheint dich bereits adoptiert zu haben.«
Roman | Familiengeheimnis meets Gilmore Girls | Große Gefühle, prickelnde Leidenschaft und ein Schuss Humor | Wunderschönes Setting in der Eifel | Wohlfühlroman
Als Holly Flowers Großvater erkrankt, will er das große Familiengut inmitten der Vulkaneifel an seine drei Enkelinnen überschreiben. Doch die Frauen haben völlig verschiedene Leben und Holly hat Angst, das Gut könnte verkauft werden. Um das Vermächtnis ihres Großvaters zu retten, bringt sie ihre zerstrittene Familie an einen Tisch. Lang gehütete Geheimnisse kommen ans Licht, und Hollys Leben steht plötzlich kopf. Dass ihre heimliche Jugendliebe Raik sich als Rechtsberater ihres Onkels um die Angelegenheiten des Gutes kümmert, bringt noch mehr Chaos in ihre Gefühle, als prickelnde Leidenschaft zwischen ihnen aufflammt.
Kann Holly den Schmerz über die Täuschungen, auf denen große Teile ihres Lebens gründen, überwinden und ihrer Familie und der Liebe noch eine Chance geben?

Morgensonnenglück
Petra Schier
HarperCollins, 367 Seiten
Erscheint am 27.01.2026
ISBN 978-3-36501-170-6
14,- € / eBook 9,99 €

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Petra Schier, Jahrgang 1978, lebt mit Mann und Hund in einer kleinen Gemeinde in der Eifel. Sie studierte Geschichte und Literatur und arbeitet seit 2003 als freie Autorin. Ihre historischen Romane erscheinen im Rowohlt Taschenbuch Verlag, ihre Weihnachtsromane bei Rütten & Loening sowie MIRA Taschenbuch.
Unter dem Pseudonym Mila Roth veröffentlicht die Autorin verlagsunabhängig verschiedene erfolgreiche Buchserien.
Petra Schier ist Mitglied in folgenden Autorenvereinigungen: DELIA, Syndikat, Autorenforum Montségur








ch mag Cookie jetzt schon, nur Schade, dass sie selbst nicht reden dar0f, dieses Mal. Ich habe es sehr gerne, wenn die Hunde auch ihren Senf dazu geben. Hoffentlich kommt bald wieder ein Buch von dir, wo der oder die Hund/Hündin spricht, ich finde das immer ganz amüsant.