Es ist geschafft! Das Manuskript zu Sport und Mord gesellt sich gern ist vollendet und bereits ins Lektorat gewandert. Heute früh schrieb mir meine Lektorin in einer E-Mail, dass ihr die Geschichte viel Spaß macht. Das ist doch schon mal eine wunderbare Nachricht, nicht wahr? Weil ich mich so darüber freue, möchte ich euch heute auch daran teilhaben lassen, und zwar mit einer Szene, in der ihr jemanden wiedertrefft, den ihr schon aus einem früheren Abenteuer von Markus und Janna kennt. Viele Leser fanden, dass von dieser Figur unbedingt öfters zu lesen sein sollte. Das ist auch ganz meine Meinung. :-)

Sein Blick fiel auf einen drahtigen, mittelgroßen Mann an der Theke, dessen schwarzes, schulterlanges Haar zu einem glatten Zopf zurückgebunden war. Zielstrebig steuerte Markus auf ihn zu und zog sich einen Barhocker heran. »N’Abend Wulf. Schicker Anzug. Neuer Style?«

Wulf wandte ihm grinsend den Kopf zu und streichelte beinahe zärtlich über die weiße Seide seiner Anzugjacke. »Markus, mein Freund! Lange nicht gesehen. Chic, dass Stöffchen, was?«

Markus zuckte die Achseln. »Nicht ganz mein Fall.« Er senkte die Stimme ein wenig. »Hast du was für mich?«

»Mhm. Du auch für mich?«

Schweigend zog Markus einen Briefumschlag aus der Innentasche seiner schwarzen Lederjacke hervor und schob ihn über den Tresen.

Wulf nahm den Umschlag an sich, warf einen prüfenden Blick hinein, strich mit dem Daumen kurz über die drei grünen Geldscheine. »Immer wieder ein Vergnügen, mit dir Geschäfte zu machen, Markus.«

»Ein teures Vergnügen. Man sollte meinen, dein Tagesjob bringt dir genügend Kohle ein, ohne dass du mich auch noch ausnimmst. Der Anzug da stammt ja wohl nicht vom Grabbeltisch.«

»Aber hallo! Maßgeschneidert. Meine Klienten erwarten ein tadelloses Auftreten.«

»Verzweifelte Menschen, die sich von dir Geld zu exorbitanten Zinsen leihen, weil jede Bank sie abweisen würde, legen Wert auf Designerklamotten? Widerspricht sich das nicht?«

»Im Gegenteil, mein Freund!«

»Ich bin nicht dein Freund, Wulf. Wie oft muss ich das noch wiederholen?« Innerlich verdrehte Markus die Augen. So wertvoll Wulf Görgen auch als Informant sein konnte, er war eine Nervensäge.

»He he, kein Grund, giftig zu werden.« Gönnerhaft klopfte Wulf ihm auf die Schulter. »Aber wenn du es genau wissen willst, meine Kundschaft rekrutiert sich längst nicht mehr nur aus armen Schweinen, die sich beim Zocken verkalkuliert haben und jetzt auf der Flucht vor ihren Buchmachern sind. Wir leben in wirtschaftlich schweren Zeiten, falls es dir noch nicht aufgefallen sein sollte. Auch die großen Fische landen immer öfter auf dem Trockenen.«

»Was du nicht sagst. Und trotzdem nimmst du mich aus wie eine Weihnachtsgans.«

Wulf lachte. »Du solltest doch wohl wissen: Von nichts kommt nichts. Ich bin strikt dagegen, meine Dienstleistungen kostenlos zur Verfügung zu stellen.«

»Dienstleistungen?« Markus hob spöttisch eine Augenbraue.

»Hey, ich bin Geschäftsmann, Markus!«

»Ist das dem Finanzamt auch bekannt?«

»Wir stehen nicht unbedingt auf Du und Du.«

»Kann ich mir denken.« Markus winkte den Barkeeper zu sich heran. »Brian, ein Bier für den Schmarotzer hier und ein Wasser für mich.«

»Wasser?« Das Schnauben, das Wulf ausstieß, machte deutlich, was er von dieser Art Getränk hielt.

»Ich muss heute noch fahren.«

»Oh, großer Einsatz?« Neugierig musterte Wulf ihn von der Seite.

Markus verzog spöttisch die Lippen. »Kannst du ein Geheimnis bewahren?«

»Aber klar doch!«

»Gut, ich auch. Und nun spuck aus, was du herausgefunden hast.«

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Wer Sport treibt, lebt gefährlich

Drei international bekannte deutsche Sportler werden im Abstand von wenigen Monaten ermordet. Gleichzeitig tauchen immer wieder Computerchips für satellitengesteuerte Waffensysteme auf dem Schwarzmarkt auf. Das Institut stellt eine Verbindung her, als in einer TV-Aufzeichnung eines der Opfer in Gesellschaft eines Waffenhändlers entdeckt wird.

Markus Neumann wird auf den Fall angesetzt. Auf einer Sportgala soll er Kontakt zu einem Informanten aufnehmen. Zur Tarnung bittet er Janna, ihn zu begleiten, und prompt wird sie erneut in die Ermittlungen verstrickt. Einer der Hauptverdächtigen, der Gastgeber der Gala, findet nämlich ausgerechnet an ihr Gefallen und bittet sie, mit ihm auszugehen.

Das Institut versucht, über diesen Kontakt den Waffenhändlerring zu infiltrieren. Doch kann Markus die Hintergründe noch rechtzeitig aufklären, oder wird der Spruch Sport ist Mord für Janna bittere Wahrheit?

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Erscheint im April 2014!



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