Ja, ich weiß, ich bin einen Tag zu spät mit dem neuen Sneak Peek, aber das liegt nur daran, dass ich als Vorsitzende der Jury des DeLiA-Literaturpreises gestern das Vergnügen hatte, die 12 Finalisten zu veröffentlichen und die Presse darüber zu informieren. Doch selbstverständlich sollt ihr auch diese Woche wieder einen klitzekleinen aber feinen Einblick in das Manuskript haben. Wie immer noch unlektoriert und ohne Gewähr auf Änderungen.

»Na toll. Du hast natürlich den Joker gezogen.« Melanie verschränkte die Arme vor der Brust. »Ist ja mal wieder typisch. Ausgerechnet der Herbstempfang! Weißt du, wie viele interessante Leute dort sein werden? Ganz zu schweigen von den knackigen Sportlern!«

»Melli, verschon mich mit deinem Gemecker. Ich habe mir den Job nicht ausgesucht. Kann ich etwas dafür, dass du im Zentrum bekannt wie ein bunter Hund bist?« Markus hörte selbst, dass sein Ton aggressiver als angebracht war, doch er tat nichts, um die Wirkung abzumildern.

»So bekannt nun auch wieder nicht.« Stirnrunzelnd musterte sie ihn. »Meine Güte, hast du heute eine Laune. Lag Alexa vorhin vielleicht gar nicht so verkehrt mit ihrer Bemerkung? Wenn ich dich so ansehe, scheinst du ganz schön mitgenommen zu sein. Lange Nacht?«

»Zu viel Asbach«, knurrte er.

Überrascht hob sie die Augenbrauen. »Seit wann trinkst du denn das Zeug?«

»Normalerweise gar nicht. Oder vielmehr nur selten. Ein guter Wein ist mir lieber. Deshalb hat es mich nach dem fünften Asbach auch komplett umgehauen.«

»Pfff, wozu denn überhaupt diese Sauftour?« Melanie begleitete das Wort, indem sie mit den Fingern imaginäre Anführungszeichen in die Luft zeichnete. »Lohnt sich doch nicht, wenn man sich nicht mal richtig volllaufen lassen kann.«

»Kann es sein, dass dich das nichts angeht?« Genervt schnappte Markus sich die Broschüre und erhob sich von seinem Stuhl.

Melanie zuckte nur die Achseln. »Ach Gottchen, dann eben nicht. Ich würde dir aber raten, dir spätestens bis Freitag eine bessere Stimmung zuzulegen. Mit dem finsteren Blick lassen dich die Türsteher sonst vielleicht gar nicht zum Empfang.«

»Lass das mal meine Sorge sein.«

»Nur zu gerne. Da du so mies drauf bist, kann ich ja direkt froh sein, dass ich dich nicht begleiten muss.«

»Wieso begleiten? Ich soll doch alleine hingehen.«

»Ja, aber die Karten gelten immer für zwei Personen.« Übertrieben kokett klimperte Melanie mit den Wimpern. »Na ja, ich rate dir, wirklich alleine zu gehen. Mit dem Gesichtsausdruck schlägst du sowieso jede potenzielle Begleiterin in die Flucht.« Sie nahm ihren Stapel Papiere vom Tisch und wandte sich zur Tür. »Man sieht sich.«

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