Ich mache ja regelmäßig Sport – oder zumindest bemühe ich mich darum. Schon seit vielen Jahren. Dabei habe ich schon viel ausprobiert, von täglich über drei- bis viermal die Woche, immer eine Stunde, eine dreiviertel Stunde, was auch immer.

Allerdings bin ich kein ausgemachter Bewegungs-Fan. Wenn ich die Wahl habe, stelle ich mich eher in die Couch-Potatoe-Ecke (oder vielmehr setze ich mich, das ist bequemer). Mein innerer Schweinehund ist in dieser Hinsicht leider immer mal wieder erfolgreich und sabotiert meine Bemühungen. Das kennt ihr vielleicht auch, es sei denn, ihr gehört zu den Menschen, die mit den Sporter:innen-Gen geboren wurden. Beneidenswert in vielerlei Hinsicht.

Inzwischen habe ich festgestellt, dass ich meine sportlichen Ambitionen immer mal wieder komplett auf den Prüfstand stellen muss. Was vor einem Jahr noch gut war und Spaß gemacht hat, muss jetzt gerade überhaupt nicht mehr passen. Wenn ich dann immer mal wieder Art und Umfang der Aktivitäten verändere, bleibt die Sache interessant und Mr. Schweinehund bei der Stange.

Im Moment quält mich mein Rheuma (habe ich seit Kindesbeinen) etwas mehr als sonst, deshalb habe ich eine ganze Weile ganz pausiert. Alles war mir zu anstrengend. Aber ich habe schnell gemerkt, dass kein Sport die Sache nur schlimmer macht. Deshalb bin ich jetzt seit ein paar Wochen dazu übergegangen, jeden Morgen vor Arbeitsbeginn ca. 20 Minuten ein kleines, aber durchaus nicht uneffektives und auch anstrengend-schweißtreibendes Workout zu machen. Dazu habe ich mir eine passende Playlist in meiner Musik-App zusammengestellt und sportele dazu im Schnitt fünf Songs lang. Bei großer Lust auch etwas mehr, aber fünf ist die Regel. Damit komme ich momentan ganz gut zurecht.

Das Workout selbst ist überwiegend Ausdauer/Cardio, wird aber immer mal wieder mit Krafttraining kombiniert, indem ich einfach beim Training zwei 500 g-Hanteln mitbenutze. Inspiriert zu meinem selbst erdachten Workout hat mich übrigens eine Werbung auf Facebook und Instagram. Ja, manchmal ist die wirklich zu etwas nütze. Ich habe da auch schon sehr gute andere Sachen entdeckt von Klamotten bis hin zu Lebensmitteln aller Art (Biofleisch, leckere vegane Sachen, Crowdfarming-Obst usw.). Also ist so eine auf mich zugeschnittene Werbung eigentlich richtig gut.

Vielleicht habt ihr diese bestimmte Werbung auch schon mal gesehen. Sie dreht sich um ein Fitness-Programm namens Figure 8, das man natürlich für Geld kaufen bzw. ein Abo abschließen kann. Mache ich aber nicht. Selbst ist die Frau!

Es handelt sich um eine Art Dance-Workout, das auch viele Zumba-Elemente nutzt. Ich habe mir die Werbevideos mehrmals angesehen und auch auf YouTube ein wenig zu Dance-Workouts recherchiert und mir daraufhin, wie gesagt, selbst etwas ausgedacht. Dazu muss ich null Geld hinlegen, kann meiner Fantasie freien Lauf lassen und dementsprechend auch meinen Spaßlevel kontrollieren. Tatsächlich spüre ich auch jetzt nach etwas mehr als zwei Wochen bereits erste Erfolge im Hinblick auf Beweglichkeit und Senkung des Schmerzlevels beim Rheuma. Mein Gewicht habe ich nicht kontrolliert, das mache ich nur sporadisch, aber wenn die Jeans ein wenig besser passen, merkt man ja auch, dass sich etwas tut. ;-)

Wie ist das denn bei euch? Seid ihr Sport-Muffel oder richtige Bewegungs-Fans? Oder irgendwas dazwischen, so wie ich? Ich mache den Sport ja hauptsächlich, weil ich genau weiß und spüre, dass er meinem Körper guttut, nicht weil ich so unsagbar versessen darauf wäre. Wobei: Man wird schon ein wenig “versessen”, wenn man merkt, wie gut es einem tut. :-)

Geht ihr ins Fitness-Studio oder sportelt ihr lieber allein daheim? Mögt ihr nur bestimmte Sportarten oder wechselt ihr nach Lust und Laune? Ich habe mein eigenes kleines Fitness-Studio im Keller und kann, wenn ich mal wechseln möchte, auch auf den Crosstrainer oder die Bodenmatte ausweichen. Oder auf die Kraftstation, aber die ist, ehrlich gesagt, mehr ein Ding meines Mannes.

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