Ich weiß, ihr wartet schon wieder lange auf den neuesten Sneak Peek. Durch meinen Aufenthalt in Iserlohn bei den DeLiA-Liebesromantagen hat sich alles ein wenig verzögert.

Hier ist er nun, und als Trostpflaster für’s Warten auch ein bisschen umfangreicher als sonst:

Janna starrte benommen auf die Waffe. Der arabisch aussehende Mann, der nun auf sie zu trat, lächelte ölig. Er trug schwarze Jeans und ein ebenfalls schwarzes Hemd, was seiner Erscheinung etwas Düsteres gab. »Ich dachte schon, Ihre Schwester bleibt ewig hier«, sagte er kühl. »Wenn sie nicht bald verschwunden wäre, hätte ich sie erledigen müssen.«

Jannas Herz pochte schnell und unstet. Sie hatte den Mann erkannt. Es war derjenige, der auf Pützchens Markt eine Bombe an einem der Fahrgeschäfte hatte zünden wollen. Burayd.

Janna schluckte krampfhaft. »Was wollen Sie hier?«

Das Lächeln auf Burayds Lippen wurde zu einem schmalen Strich. »Was glauben Sie denn, Frau Berg? Sie haben sich mit Ihrer Arbeit für den Geheimdienst ein bisschen übernommen, finden Sie nicht? Sie sind mir in die Quere gekommen, und so etwas vertrage ich nicht gut. Beim ersten Mal hätte ich Sie vielleicht noch ignoriert, aber nach der Sache auf dem Jahrmarkt sind Sie mir zu gefährlich geworden.«

Wieder schluckte Janna. »W-was haben Sie vor?«

Burayd entsicherte seine Waffe. Das metallische Klicken ging Janna durch Mark und Bein. »Gehen Sie rüber zur Diele. Das dürfte die Mitte des Hauses sein, nicht wahr? Dort setzen Sie sich auf den Boden und haben einen einen erstklassigen Blick auf das Feuerwerk, das ich gleich veranstalten werde. Nun ja, lange werden Sie nicht zusehen müssen. Ich schätze, es dauert nur etwa eine Sekunde, bis es Sie nach der Detonation zerreißt.
Sobald ich mir Ihnen fertig bin, knöpfe ich mir Neumann vor. Ihn und die ganze verdammte Sonderkommission, die meine Pläne vereitelt hat.« Er winkte auffordernd mit der Waffe. »Los jetzt, bewegen Sie sich. Vielleicht kann ich mich dann dazu überreden lassen, Ihre beiden hübschen Pflegekinder am Leben zu lassen. Aber ein falsches Wort oder eine unüberlegte Bewegung und ich werde mir die beiden auch noch schnappen. Das wäre doch schade, nicht wahr? Der kleine Ausflug, den die beiden gerade machen, wird so schon ein trauriges Ende nehmen, wenn Ihre Eltern erfahren, dass hier alles in Rauch aufgegangen ist.«

Entsetzen erfasste Janna. Sie rang nach Atem. »Woher wissen Sie …?«

»Dass die Zwillinge sich mit Ihren Eltern auf einem Campingplatz an der Mosel aufhalten? Das war nicht schwierig herauszufinden. Meine Informationen stammen sozusagen aus erster Hand.« Nun lächelte er doch wieder, jedoch so kalt, dass Janna schauderte.

Plötzlich zerriss ein leiser jedoch gleichzeitig eindringlicher Klingelton die Stille. Janna blieb erschrocken stehen. Burayd fluchte unterdrückt und zog ein winziges Handy aus seiner Hosentasche. »Was ist denn?«, knurrte er unwirsch. »Nein, nicht jetzt. Ich ruf dich zurück.« Er schaltete das Mobiltelefon aus. »Verfluchter Mist«, murmelte er.

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Fall 4 für Markus Neumann und Janna Berg
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Erscheint voraussichtlich Mitte Mai 2013.

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